Verein „De ole Schüün“ lädt zum Scheunenfest in Magelsen

Alte Erntetechniken erleben und ausprobieren

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Einige der Mitglieder des Vereins „De ole Schüün“ mit einem Zinkendrescher und einem Pflug der ehemaligen Firma Röwer aus Blender. Beides und viel mehr zeigen sie beim Scheunenfest am Sonntag, 11. September. 

Magelsen - Von Marion Thiermann. Erntetechniken von damals bis heute kann man in Magelsen erleben, wenn der Verein „De ole Schüün“ am Sonntag, 11. September, von 11 bis 18 Uhr zum siebten Scheunenfest einlädt. „Von der Sense zum Mähdrescher“ lautet in diesem Jahr das Hauptthema. Zu sehen sind entsprechende Geräte, und die Vereinsmitglieder verdeutlichen die Gegensätze zwischen einem alten Mähdrescher mit 1,80 Meter Breite und den neuesten Maschinen mit Zwölf-Meter-Schneidwerk.

Wie das Gemähte früher gedroschen wurde, zeigen die Helfer anhand eines Dreschkastens sowie eines Zinkendreschers. Und die Besucher können anhand einer Steinmühle selbst ausprobieren, wie mühselig es für unsere Vorfahren war, das geerntete Korn zu Mehl zu verarbeiten.

Neben der Ausstellung in der Scheune, in der unter anderem eine Kastenmangel, Strohschneider sowie diverse Küchen- und Melkutensilien aus vergangenen Zeiten zu finden sind, bereichern Vorführungen von Handwerkern und Ausstellern aus der Region das Programm am 11. September. Unter anderem ist Schmiedemeister Heinz-Heinrich Köster aus Wechold mit seiner Feldschmiede vor Ort. Gerda Gehler aus Eystrup zeigt Patchwork mit Leinenstoffen, und Lilo Meyer aus Magelsen Stoffdruck mit Linol-Druck-Stempeln.

Verschiedene Gruppen, zum Beispiel aus Luttum und Kleinenborstel, zeigen ihre Oldtimer. Und auf einem Feld nebenan können die Gäste begutachten wie früher mit einer Pflanzmaschine, auf der zwei Personen Platz finden, Kartoffeln gesetzt wurden. Am Aktionstag können die Knollen allerdings nicht keimen, sondern werden mit zwei verschiedenen Rodern sogleich wieder geerntet.

Vorführungen wird es auch mit Kettensägen und einem Buschhacker geben, denn auch die Holzbearbeitung ist ein Thema beim diesjährigen Scheunenfest – zum einen mit einer Axt, zum anderen mit einem 300-PS-Holzhacker, der Baumstämme mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern zerkleinert.

Mit eigenem Trecker kommen und pflügen

Außerdem zeigt Vereinsmitglied Manfred Strahmann verschiedene Holzsorten, unterschiedliche Hobel sowie Holzverbindungen mit Zapfen, wie sie im Fachwerkbau üblich sind. Gäste können Hobelspäne aus Zedernholz herstellen, zum Beispiel als Dekoration für eine hölzerne Hochzeit.

Zu sehen sein wird außerdem eine Ausstellung über die ehemalige Firma Röwer aus Blender und deren Schlepperpflüge. Historische Pflüge sind natürlich auch vorhanden. Wer mit einem eigenen Trecker anreist, kann mit einem der Röwer-Modelle sogar Probe pflügen.

Für Essen und Trinken ist gesorgt, es gibt unter anderem Kaffee, hausgemachte Kuchen und Torten, Pommes, Bratwurst, Steaks und Kartoffelpuffer und natürlich Kaltgetränke.

Das Veranstaltungsgelände an der „Olen Schüün“ findet sich an der Landesstraße 201 von Hoya nach Verden, einige hundert Meter vor dem Magelser Ortsausgang auf der linken Seite.

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