Vorwürfe gegen Vorstand erhoben

Ärger bei Nienburger Anglern

Ronald Laskowski

Nienburg - NIENBURG (ana) · Von Beginn an herrschte bei der Jahreshauptversammlung des Nienburger Anglervereins, die am vergangenen Sonntag im Krügerhof über die Bühne ging, eine angespannte Stimmung.

Schon während des Berichts des Vorstandes war dem ersten Vorsitzenden Ronald Laskowski sein Ärger deutlich anzumerken. So wehrte er sich heftig gegen die Gerüchte, der illegal an der Kiesgrube Mehlbergen abgeladene Bauschutt stamme von ihm.

Auch auf den Vorwurf, die Anmietung eines Teilbereichs der Kiesgrube Könemann bei Stolzenau sei an Fehlern bei der Ausarbeitung des Pachtvertrags seitens des Vorstandes gescheitert, reagierte Laskowski genervt. „Ja, es hat Fehler in dem Vertrag gegeben“, räumte er ein.

Die Mitglieder waren sichtlich unruhig. Der Grund war Jürgen Rurödes Kassenprüfungsbericht, der den Vorstand mit schweren Vorwürfen konfrontierte. So gebe es einen erheblichen Fehlbetrag in einer der Untergruppen des Vereins. Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich um einen dreistelligen Betrag.

Zudem habe eine gründliche Prüfung der Beitragseinnahmen nicht erfolgen können, da wichtige Unterlagen gefehlt hätten. Auch Schatzmeister Hartmut Käse wurde heftig kritisiert. Ihm wurde vorgeworfen, die Unterlagen der Untergruppen nicht geprüft und abgezeichnet zu haben. Zudem habe es neben der Vergütung für die ehrenamtliche Arbeit weitere Zahlungen an ein Vorstandsmitglied gegeben. Ruröde beantragte schließlich, den Vorstand nicht zu entlasten.

Laskowski sowie der zweite Vorsitzende Klaus Krause waren verärgert und setzen sich gegen die Vorwürfe zur Wehr: „Der Sachverhalt den fehlenden Geldbetrag betreffend liegt längst beim Anwalt“, sagte Laskowski. „Es ist ein juristisches Verfahren eingeleitet worden. Die Summe wird dem Verein auf keinen Fall verloren gehen.“

Die Mehrzahlung basiere auf Extra-Leistungen besagten Mitgliedes als Übungsleiter bei Fischereiprüfungen. „Die Tätigkeit bei den Prüfungen gehört nicht zu den ehrenamtlichen Aufgaben und wird deshalb auch unabhängig davon vergütet“, so Laskowski.

Krause stellte sich schützend vor Käse und erklärte: „Es ist unwahr, dass er die Unterlagen aus den Untergruppen nie geprüft hat. Es sind diesmal lediglich nicht alle Papiere nach der Vorprüfung durch die Geschäftsstelle nachkontrolliert worden.“ Auch den Vorwurf fehlender Unterlagen wies Krause zurück. Die Zuhörer äußerten während der Debatte ihren Unmut darüber, dass diese Sachverhalte nicht vorab geklärt wurden und warfen den Kassenprüfern den Versuch der Profilierung vor. „Das ist unfair gegenüber dem Vorstand“, hieß es etwa.

Dass dies der Einstellung der Mitglieder entsprach, zeigte die Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes, die mehrheitlich mit 13 Gegenstimmen und elf Enthaltungen angenommen wurde.

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