Hafenfest in Barßel abgebrochen

Nach dem tödlichen Bootsunfall in Apen bleibt Ursache unklar

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Blumen am Unglückort erinnern an die zwei gestorbenen Bootsinsassen.

Apen - Von Helen Hoffmann und Thomas Strünkelnberg. Kein Licht, zu viel Alkohol getrunken? Die Ermittler rätseln, warum sich zwei Sportboote bei Nacht auf einem niedersächsischen Gewässer gerammt haben. Nur eines ist klar: Zwei Menschen sind tot.

Katastrophales Ende einer nächtlichen Bootstour: Beim tödlichen Rammstoß zweier Sportboote im Ammerland sind zwei Menschen, eine 24-jährige Frau und ein 27 Jahre alter Mann, ums Leben gekommen. Die Unfallursache blieb zunächst unklar. Es gebe keine neuen Erkenntnisse, sagte Polizeisprecher Frank Vehren am Sonntag. 

Sechs weitere junge Menschen wurden bei dem Unfall am frühen Samstagmorgen verletzt, die meisten konnten inzwischen das Krankenhaus verlassen. Der Zustand einer lebensgefährlich verletzten 23-Jährigen sei stabil. Am Tag nach dem Unfall schmückten Blumen, Kerzen und Fotos das Ufer am Unglücksort. 

Die Ermittler prüfen, ob die jungen Menschen Alkohol getrunken hatten. Von allen Beteiligten seien Blutproben genommen worden, Ergebnisse solle es am Dienstag geben, sagte der Polizeisprecher. Die Leichen sollten obduziert werden, die Boote sind beschlagnahmt worden und werden von Sachverständigen untersucht. 

An dieser Stelle kam es zu dem tödlichen Zusammenstoß von zwei Sportbooten.

Beide Boote waren mit jeweils vier Personen besetzt, als es gegen 2 Uhr morgens zu dem Unfall kam. Die jüngste der Beteiligten ist 18 Jahre alt. Die beiden Todesopfer waren Insassen des angefahrenen Bootes, wie Vehren sagte: „Es sieht fast so aus, als ob die Boote übereinander gefahren sind.“ 

Vermutlich sei die Schraube die Ursache von Kopfverletzungen gewesen. Der 27 Jahre alte Bootsführer und die 24-Jährige waren sofort tot, die 23-Jährige wurde wegen ihrer lebensbedrohlichen Verletzungen sofort operiert. Unklar blieb neben der direkten Unfallursache auch, ob die Boote zur Unglückszeit beleuchtet waren. 

Es ist erlaubt, nachts auf dem Fluss zu fahren. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Gruppen kannten. Die meisten von ihnen kamen aus Barßel und der Region. Und: „Zwei Cousinen waren auf zwei Boote verteilt“, sagte der Sprecher. Den Ermittlungen zufolge waren beide Sportboote im Barßeler Hafen gestartet, wo ein Hafenfest gefeiert wurde. 

Nach Angaben des Touristikvereins Barßel-Saterland wurde das Hafenfest, das eigentlich bis Sonntag dauern sollte, nach dem Unfall abgebrochen. Laut NDR waren bis zu 40.000 Besucher erwartet worden. Alle seien erschüttert, sagte Geschäftsführer Jens Lindstädt noch am Samstag. „Wir sind außerstande, das fortzuführen. Nach dem Vorfall ist niemandem zum Feiern zumute.“

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