Wildkatzen rücken nach Norden vor

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Hildesheim - Die Wildkatze hat inzwischen ganz Südniedersachsen als Lebensraum für sich zurück erobert. Die scheuen Tiere sind nach Erkenntnissen des Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mittlerweile nicht mehr nur im Harz und im Solling verbreitet, sondern auch in nahezu allen übrigen Waldgebieten.

So gebe es beispielsweise Wildkatzen im Ith, im Hils, Süntel und Vogler, aber auch im Deister, im Hildesheimer Wald , in den Wäldern bei Salzgitter oder im Elm.

Noch weiter nach Norden, etwa bis in ihren früheren Lebensraum Lüneburger Heide, könnten die Wildkatzen aber nur schwer vordringen, sagte NLWKN-Sprecherin Bärbel Pott-Dörfer. Haupt-Hindernis sei die Autobahn 2 zwischen Hannover und Braunschweig. Ohne Wildbrücken hätten die Wildkatzen nur schlechte Chancen, vielbefahrene Autobahnen heil zu überqueren. Sie kämen dann unter die Räder, so wie jüngst ein Tier auf der A 7 bei Harsum im Landkreis Hildesheim.

Damit die Wildkatzen zwischen einzelnen Waldgebieten besser und gefahrloser hin- und herwechseln können, hatte die Naturschutzorganisation BUND bereits angeregt, Wanderkorridore anzulegen. Zum dauerhaften Erhalt der Wildkatze sei ein grünes Wegenetz erforderlich, von dem dann auch andere Arten wie Rothirsch oder Luchs profitieren könnten.

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