Geklagt hatte der Nabu

Wiesenhof-Tochter unterliegt im Streit um Grundwasser

Lüneburg/Lohne - Der Geflügelfleischproduzent Wiesenhof in Lohne darf nicht wie vom Landkreis Vechta genehmigt Grundwasser entnehmen. Das hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Mittwoch in einem Rechtsstreit von Umweltschützern mit der Wiesenhof-Tochter Oldenburger Geflügelspezialitäten GmbH entschieden, wie eine Sprecherin mitteilte.

Die gesetzlich vorgeschriebene Vorprüfung zur Umweltverträglichkeit sei nicht nachvollziehbar, das heißt nicht ausreichend dokumentiert worden, entschied der 13. Senat. Allein das führe bereits zwingend zur Aufhebung der wasserrechtlichen Erlaubnis, entschieden die Richter in Lüneburg - anders als zuvor das Verwaltungsgericht Oldenburg im März 2014. 

Eine inhaltliche Überprüfung der von Naturschützern befürchteten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt oder auf Natur und Landschaft bedürfe es deshalb gar nicht, befanden die Richter in Lüneburg. Eine Revision ließen sie nicht zu.

Jetzt müsse Wiesenhof einen neuen Antrag stellen. Geklagt hatte der Naturschutzbund Nabu. Er befürchtete unter anderem eine Gefährdung von zwei Moorgebieten. Auch sei die Vorprüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden, monierte er.

dpa

(Az.: 13LC 71/14)

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