Gefahr der Badeunfälle

DLRG fordert Kommunen zur besseren Sicherung von Badeseen auf

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Die DLRG sagt, dass Schilder nicht ausreichen, um eine Badestelle zu sichern.

In Badeseen und Binnengewässern passieren die meisten tödlichen Badeunfälle. Dennoch gibt es nur selten Rettungsschwimmer, beklagt die DLRG. Statt um Verbotsschilder sollten Kommunen sich um eine Analyse der Gefahren und eine Überwachung kümmern, fordert die DLRG.

Bad Nenndorf - Zur Verhinderung von Badeunfällen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von den Kommunen eine bessere Sicherung von Badeseen verlangt. „Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen und die Kommunen können nicht einfach den Hausmeister schicken und ein Baden-Verboten-Schild aufstellen“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese in Bad Nenndorf. Städte und Gemeinden müssten für die Badestellen in ihrem Bereich Gefahrenanalysen vornehmen und im Anschluss über das erforderliche Maß an Sicherung beraten. In überschaubarem Maße könne die DLRG etwa an Wochenenden Rettungsschwimmer stellen. 

488 Ertrunkene im Jahr 2015

Während die Nord- und Ostseeküste von Borkum bis Usedom während der Badesaison täglich von DLRG-Rettungsschwimmern überwacht werde, sei dies bei Gewässern im Inland nur selten der Fall. Dort aber verunglückten im letzten Jahr 80 Prozent der bundesweit 488 Ertrunkenen. Gefahrenanalysen könnten den Kommunen helfen, zu erfassen wie viele Menschen welche Bereiche von Badeseen nutzen, ob es dort besondere Gefahren wie Strömungen oder Pflanzen gebe und zu welchen Zeiten eine Überwachung sinnvoll sei, sagte Wiese. Wenn eine Kommune mit der DLRG einen Vertrag schließe, könnten Ehrenamtliche die Überwachung leisten und die Stadt sorge für die nötige Ausrüstung. 

Abrutschen des Geländes

Vor einem kalten Bad in Baggerseen, die noch von der Kies- und Sandindustrie genutzt werden, warnte der Bundesverband Mineralische Rohstoffe (Miro). „Es gibt genügend freigegebene Badeseen, die genutzt werden können“, sagte Miro-Sprecherin Gabriela Schulz. Es sei hochgefährlich, in den noch genutzten Baggerseen zu schwimmen. So seien die Böschungen noch nicht verdichtet und abgeflacht und es könne jederzeit zum Abrutschen des Geländes kommen. Bevor Seen freigegeben werden, würden die Böschungen in einem bestimmten Winkel abgeflacht. „Sie sollten sich selbst zuliebe darauf verzichten, über Zäune zu klettern.“ Die Unternehmen ständen in der Haftung und manche schickten die ungebetenen Badegäste auch weg.

dpa

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