Polizei kontrolliert den Schwerlastverkehr auf viel befahrenen Bundesstraßen im Landkreis Vechta

Überladen, betrunken und zu lange unterwegs

Im Fall eine Vollbremsung möchte wohl niemand mit seinem Auto in der Nähe dieses Lastwagens fahren. - Foto: Polizei

Landkreis Vechta - 24 Lastwagen hat die Polizei auf viel befahrenen Bundesstraßen im Landkreis Vechta kontrolliert. In 20 Fällen hatten die Beamten etwas zu beanstanden, neun Fahrzeuge legten sie gleich still. Die Fälle reichen von Überladung bis hin zu massiver Trunkenheit.

Im Polizeibericht sind einige Beispiele aufgelistet: Nahezu ungesichert und ohne Genehmigung befanden sich überbreite Betondeckenteile auf dem Weg von Holdorf nach Emden. Die die Ladung umspannenden Ketten hatten kaum Haltekraft. Insbesondere bei einer Vollbremsung hätten sich Deckenteile nach vorne verschoben und wären eine große Gefahr für Fahrer und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt. Fahrer und Halter erwarten ein Bußgeld.

Ein weiterer trauriger Höhepunkt war die Kontrolle eines 40-Tonners, der auf dem Parkplatz Soestetal an der B 72 angehalten wurde. Der Fahrer aus Dortmund kam stark alkoholisiert aus dem Führerhaus und gab an, Alkoholiker zu sein. Weil er keinen Atemalkoholtest machen wollte, wurden eine Blutprobe angeordnet und der Führerschein sichergestellt. Der Sattelzug, der mit Metallteilen beladen war, musste von der Firma aus Dortmund abgeholt werden.

Zwei landwirtschaftliche Gespanne aus Diepholz befuhren die B 69 in Vechta mit einer Überladung von jeweils mehr als zehn Prozent. Das Ladegut bestand aus Kartoffeln, die einmal nach Cloppenburg und einmal nach Löningen zu verarbeitenden Betrieben transportiert werden sollten. Gegen den Halter wurden Gewinnabschöpfungsverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt untersagt.

Ebenfalls mehr als zehn Prozent zu viel hatte ein Viehtransporter dabei. Er wurde in Cloppenburg auf dem Weg zum Schlachthof nach Garrel angehalten. Von 190 Schweinen waren mindestens 20 zu viel an Bord, was empfindliche Strafen nach sich zieht, so die Beamten.

Gleich 25 Prozent mehr Gewicht als erlaubt hatte ein 28-jähriger Paketauslieferer aus Vechta in seinem VW Sprinter auf der Diepholzer Straße in Vechta.

Ebenfalls zum Schlachthof wollte ein Viehtransport, dessen Fahrt auf der B 69 gestoppt wurde. Zum einen war der Laster mit 178 Schweinen zu sieben Prozent überladen, zum anderen waren das Kontrollbuch unvollständig ausgefüllt und die Auslaufstutzen teilweise nicht geschlossen, so die Polizei. Eine Auswertung der Lenk- und Ruhezeiten ergab, dass die täglichen Lenkzeiten massiv überschritten wurden. So lagen die Fahrzeiten oftmals bei zwölf bis 14 Stunden.

Ein mit Schrott beladener Laster (7,5-Tonner) war von Emstek nach Cloppenburg unterwegs. Bei der Kontrolle stellten die Beamten eine Überladung von mehr als 30 Prozent fest. Der 57-jährige Fahrer aus Cloppenburg musste sich um eine Umlademöglichkeit kümmern.

Eine ununterbrochene Lenkzeit von mehr als sieben Stunden registrierten die Ordnungshüter schließlich bei einem 59-Jährigen Lkw-Fahrer. Das Gewerbeaufsichtsamt werde sich weitere Fahrzeite von der Firma des Mannes geben lassen, so die Polizei.

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