Nach Bränden 2014 und 2015

Feuer richtet wieder Millionenschaden in Busdepot an

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Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Brand in einem Busdepot in Eldagsen zwölf Busse zerstört.

Springe - Zwölf Busse stehen lichterloh in Flammen. In einem Busdepot entsteht ein Millionenschaden - und es ist nicht das erste Mal. Bereits Ende 2014 brannten eine Halle und Fahrzeuge im gleichen Depot. Der Schaden war verheerend.

Feuer hat zum zweiten Mal binnen eineinhalb Jahren einen Millionenschaden in einem Busdepot in Springe bei Hannover angerichtet. Zwölf Busse seien am Dienstagmorgen in dem Depot ausgebrannt, teilte die Polizei mit. Der Schaden belaufe sich auf rund drei Millionen Euro. Die Ursache des Brandes sei derzeit noch unklar, Spezialisten hätten die Ermittlungen aufgenommen.

„Momentan ist gar nichts ausgeschlossen", sagte Polizeisprecher Sören Zimbal. Schon Ende 2014 brannte im selben Busdepot eine Halle mit 25 Bussen aus. Der Schaden belief sich damals auf rund zehn Millionen Euro. Brandermittler seien zu keinem eindeutigen Urteil über die Ursache gekommen. Bei dem Feuer damals sei nicht klar gewesen, ob es ein technischer Defekt oder gegebenenfalls auch Brandstiftung gewesen sei, sagte Unternehmenssprecherin Anna Kämmerling. “Die Zerstörung war einfach zu groß.“

Bei dem Brand am Dienstagmorgen entstand ein Sachschaden von zirka drei Millionen Euro.

Im September 2015 brannte es erneut in dem Depot. Die Flammen an zwei Rolltoren konnten jedoch schnell gelöscht werden und der Schaden war mit rund 2.000 Euro vergleichsweise gering. Doch für die Ermittler steht fest: In diesem Fall war es Brandstiftung. Der Zündler konnte jedoch nicht gefasst werden.

In der Nacht zum Dienstag standen dann zwölf Linienbusse lichterloh in Flammen. Ein 27 Jahre alter Zeuge sah den Feuerschein und alarmierte die Feuerwehr. Gegen 3.15 Uhr war der Brand ausgebrochen. Die Einsatzleitung rief sofort nach Verstärkung durch Ortsfeuerwehren aus der Umgebung. Schließlich kämpften 120 Feuerwehrleute gegen die Flammen und vor allem gegen ein Übergreifen des Brandes auf Gebäude und andere Fahrzeuge. Über mehrere hundert Meter lange Förderleitungen musste Wasser herangeschafft werden, wie die Feuerwehr mitteilte.

Bevölkerung war nicht gefährdet

Für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden. Schon Stunden nach dem Brand suchten Spezialisten nach der Ursache. Wann erste Ergebnisse vorliegen werden, war zunächst unklar. Denkbar wäre auch ein technischer Defekt. „Einige Busse sind erst kurz vor dem Brand im Depot abgestellt worden“, sagte Polizeisprecher Zimbal. Zunächst werde geschaut, welches der Fahrzeuge zuerst gebrannt habe.

Auswirkungen auf den Busverkehr gab es zunächst nicht. Wegen der Sommerferien sei kein Notfahrplan nötig, sagte Unternehmenssprecherin Kämmerling. Fahrzeuge aus anderen Depots könnten die Linienbusse ersetzen. Der Schaden ist dennoch groß. Jeder neue Bus kostet rund 250.000 Euro.

dpa

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