Prozess in Braunschweig

Tod einer Schwangeren: Angeklagter gesteht vor Gericht

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Der Angeklagte Damian R. nimmt bei Prozessbeginn wegen Mordes an einer Schwangeren im Landgericht Braunschweig Platz.

Braunschweig - Zum Prozessauftakt gegen zwei junge Männer wegen des gewaltsamen Todes einer schwangeren 18-Jährigen hat einer der beiden Angeklagten vor dem Landgericht Braunschweig ein Geständnis abgelegt.

Im Mordprozess um den Tod einer schwangeren 18-Jährigen haben die beiden Angeklagten zum Prozessauftakt die Tat gestanden. Die beiden 19-Jährigen gaben am Donnerstag vor dem Landgericht zu, die junge Frau im Februar mit einem Messer in ihrer Wohnung erstochen zu haben. Einer der beiden Angeklagten war der Vater des ungeborenen Babys. Er wollte die Schwangerschaft beenden, weil er die persönliche und finanzielle Belastung als zu groß empfand. “Ich wollte nicht der Vater dieses Kindes sein", sagte er am Donnerstag.

Von hinten niedergeschlagen

„Er sagte nach einem Streit zwischen den beiden, dass er sich wünsche, sie sei tot", erklärte der eine Angeklagte mit Blick auf den Kindsvater und die Schwangere. „Da habe ich angeboten ihm zu helfen." Vor Gericht beschrieben die beiden Freunde, wie sie die Tat planten und schließlich im Februar in die Wohnung des Opfers kamen. Dort verwickelten sie die 18-Jährige zunächst in ein Gespräch und schlugen sie dann von hinten nieder. Anschließend stach der Freund des Kindsvaters der jungen Frau mit dem Messer in die Brust.

Als eine Nachbarin auf die lauten Geräusche und Hilferufe aus der Wohnung aufmerksam wurde und an der Türe klopfte, flüchteten die beiden Männer aus dem Fenster. Der eine Angeklagte brach sich dabei ein Bein und stellte sich der kurz darauf eintreffenden Polizei. Der Vater des ungeborenen Babys wurde einige Tage später gefasst.

dpa

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