Angreifer soll dauerhaft in Psychiatrie

Prozessbeginn nach Messer-Attacke auf Hildesheimer Richter

Hildesheim - Ein halbes Jahr nach der Messer-Attacke eines psychisch Kranken auf einen Hildesheimer Richter hat am Montag am Landgericht der Prozess gegen den 20 Jahre alten mutmaßlichen Täter begonnen.

Weil der Drogenkonsument nach einem Gutachten psychisch krank und mutmaßlich schuldunfähig ist, geht es in dem Verfahren um die dauerhafte Einweisung in die Psychiatrie. Zu Prozessbeginn wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Der Richter, der mit dem Fahrrad auf dem Heimweg war, war nach den Ermittlungen ein Zufallsopfer. Der Richter sei schlicht „zur falschen Zeit am falschen Ort" gewesen. Der Täter stach ihm einen Dolch mit voller Wucht in den Rücken, so dass er stecken blieb. Der 60-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt, konnte jedoch noch selbst Hilfe herbeitelefonieren. Eine Notoperation rettete sein Leben.

Der Angeklagte hatte der Polizei gesagt, nach der Einnahme bewusstseinsverändernder Substanzen habe er sein Opfer „dem Himmel zuführen" wollen. Vor dem Untersuchungsrichter machte er keine Angaben. Bereits nach seiner Festnahme wurde der 20-Jährige im Maßregelvollzugszentrum Moringen für psychisch kranke Straftäter untergebracht.

dpa

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