Mobile Computer beim Streifendienst

Niedersachsens Polizei soll mehr Tablets erhalten

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Ein Polizistin steht mit einem Tablet-Computer an einem Polizeiwagen.

Hannover - Ein Jahr nach dem Start eines Pilotprojekts zur Ausstattung von Streifenpolizisten mit Tablet-Computern zieht das Innenministerium eine positive Bilanz.

„Das Format Tablet hat sich für polizeiliche Zwecke nicht nur als geeignet, sondern sogar als eine echte Verstärkung erwiesen“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Bis Ende des kommenden Jahres solle die Polizei daher 1000 Tablets erhalten.

Im November 2015 hatten die Polizeidirektionen Osnabrück, Oldenburg und Lüneburg im Rahmen des Pilotprojekts 60 Tablets für einen Praxistest erhalten. Getestet wurde, ob sich die Geräte überhaupt für polizeiliche Zwecke eignen, wie es um die Netzleistung und Netzabdeckung bestellt ist und ob der Zugriff auf Polizeidaten und Abfragesysteme ausreicht.

Positive Reaktionen

Die Rückmeldungen der Beamten waren so gut, dass das Innenministerium das Projekt bereits im Juni auf alle Polizeidirektionen ausweitete und die Zahl der Tablets auf 500 erhöhte. Im Verlauf des kommenden Jahres sollen nun noch einmal so viele angeschafft werden.

Polizisten im Einsatz- und Streifendienst können mit den Tablets unterwegs Vorgänge anlegen und bearbeiten. Das erspart das oft mühevolle Nacharbeiten am Schreibtisch mit Daten, die vor Ort auf Papier festgehalten wurden. Auch sind Fahndungsabfragen und Verkehrsabfragen beim Kraftfahrtbundesamt direkt am Einsatzort möglich.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert daher, die mobilen Computer möglichst schnell flächendeckend einzuführen. "Es sorgt auch für eine bessere Präsenz der Polizei auf der Straße, wenn der Streifenwagen nicht für einen Vorgang wieder zur Wache zurückfahren muss", sagte der GdP-Vorsitzende Dietmar Schilff. Gerade im Flächenland Niedersachsen sei das wichtig. Personal dürfe durch den Tablet-Einsatz aber nicht eingespart werden. Entscheidend für den Nutzen der Tablets sei zudem, dass Datensicherheit und Netzzugang gewährleistet seien.

Die Einbindung der Tablets in die IT-Infrastruktur der Polizei sei auch im Hinblick auf die Sicherheit und den Datenschutz gelungen, heißt es dazu aus dem Innenministerium. Die laufenden Kosten pro Gerät betragen dabei inklusive Mobilfunkgebühr und Softwarelizenz-Abgabe etwa 70 Euro im Monat.

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