Kommunalwahl: Mehr Anträge als 2011

Viele Wähler bevorzugen Abstimmung per Brief

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Hannover - Wenige Tage vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen zeichnet sich ein stark gestiegenes Interesse an der Briefwahl ab. In vielen Städten des Landes liegt die Zahl der abgefragten Anträge für die Abstimmung per Brief jetzt schon höher als die Zahl der Briefwahlstimmen, die bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren abgegeben wurden. Das ergab eine Umfrage.

Für die 2.200 Kommunalparlamente im Land werden am kommenden Sonntag neue Abgeordnete bestimmt. Zudem sind in 36 Kreisen, Städten und Gemeinden auch neue Landräte oder Bürgermeister zu bestimmen. 

In Osnabrück wurden bis zum Montagmorgen 11.430 Briefwahlunterlagen angefordert, im selben Zeitabstand zur Wahl im September 2011 waren es 8.347 Anträge. Am Wahltag wurden damals 9.705 Briefwähler gezählt. „Der Trend ist ganz deutlich: Vom ersten Tag an bis heute werden die Unterlagen viel stärker nachgefragt", sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen. 

Ähnlich sind die Erfahrungen im Braunschweiger Wahlamt. Dort gingen bis zum Montagvormittag 25.422 Anträge auf Briefwahlunterlagen ein. Bei der Kommunalwahl 2011 waren es eine Woche vor der Wahl 20.929 Anträge. Die Zahl der abgegebenen Briefwahl-Stimmen lag seinerzeit bei 24.590. 

„Besonders die jungen Leute sind heute viel online unterwegs und sehen die Hinweise dort", sagte Stefanie Ahlborn, Sprecherin der Stadt Göttinge n. Die Stadt weist - wie viele Gemeinden auch - auf ihrer Webseite auf ihr Briefwahlbüro hin, die Antragsformulare können gleich heruntergeladen und ausgedruckt werden. Am Montag hatten bereits 9.911 Bürger in der Uni-Stadt die Briefwahlunterlagen beantragt, vor fünf Jahren waren es zum Vergleichszeitpunkt 6.678 Briefwahl-Interessenten. Am Ende stimmten 8.603 Wahlberechtigte per Brief ab. 

Auch in der Landeshauptstadt Hannover deutet sich bereits jetzt an, dass die Briefwahlbeteiligung höher sein wird als bei der Kommunalwahl 2011. Bis zum Montag wurden hier 36.060 Briefwahlanträge bearbeitet - 5.088 mehr als im Vergleichszeitraum 2011. Am Wahlsonntag waren seinerzeit 36.070 Briefwahl-Stimmen gezählt worden. 

„Was das für die gesamte Wahlbeteiligung bedeutet, kann aber man nicht sagen", erklärte Sprecher Dennis Dix. „Die Zahl der Briefwähler nimmt zu. Das ist ein allgemeiner Trend, den wir auch bei der letzten Bundestagswahl beobachtet haben", sagte Björn Schwiegmann von der Landeswahlleitung. Auch der Zeitpunkt der Wahl spiele eine Rolle: „Momentan ist noch Urlaubszeit." Manche Bürger nutzen auch die Möglichkeit, ihre Stimme vor dem Wahltag persönlich im Wahlamt abzugeben. Diese alternative Form der Briefwahl gibt es landesweit. 

„Besonders an Markttagen wird das bei uns gut angenommen. Viele Bürger haben ihre Entscheidung sowieso schon getroffen und wollen das schnell erledigt haben", sagte Julia Muth, Sprecherin der Stadt Wilhelmshaven. Dort wurden bis zum Montag 6.872 Briefwahl-Unterlagen bearbeitet. 2011 stimmten 7.551 Wähler per Brief ab.

dpa

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