Gute Noten im ADAC-Schulbustest

Private Busunternehmen müssen sich stärker für Wettbewerb rüsten

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Gute Noten für Schulbusse in Niedersachsen

Hannover - Der Schulbus soll fahren wie gehabt und die Monatskarte günstig bleiben. Dennoch gibt es Ärger um eine Neuregelung der Finanzierung des Schulbusverkehrs. Diese kommt in Hand der Kommunen. Mehr Wettbewerb sagen diese, Planwirtschaft schimpfen die Busunternehmen.

Private Busunternehmen, die im öffentlichen Nahverkehr aktiv sind, müssen sich in Niedersachsen künftig auf mehr Wettbewerb einrichten. Der Landtag entscheidet am Mittwoch über eine Gesetzesänderung, bei der nach Willen der Regierungsfraktionen die Zuschüsse für den Schülerverkehr künftig von den Landkreisen und nicht mehr direkt vom Land an die Busunternehmen gezahlt werden. 

Neben der Aufgabenverantwortung wird damit auch die Finanzverantwortung für den regionalen Busverkehr bei den Kommunen gebündelt. Erwartet wird, dass es verstärkt zur Ausschreibung von Buslinien kommt, die nicht von kommunalen Unternehmen selber gefahren werden. An den Fahrpreisen und günstigen Monatskarten für Schüler ändert sich dadurch nichts. Bereits erteilte Konzessionen haben Bestand. 

Gerade im ländlichen Raum mit oft nur mäßig frequentierten Buslinien sind die Zuschüsse ein spürbarer Beitrag zur Aufrechterhaltung des Verkehrs. An rund 160 Busunternehmen werden derzeit jährlich rund 90 Millionen Euro gezahlt. Um den Nahverkehr auf dem Lande zu verbessern, will das Land künftig 20 Millionen Euro zusätzlich für den Schülerverkehr zahlen, um flexible Angebote wie etwa Sammeltaxis zu fördern. 

Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) bezeichnete die Gesetzesänderung als einen Schritt zu staatlicher Planwirtschaft, der eine ganze Branche kaputt mache. Der hochwertige öffentliche Nahverkehr im ländlichen Raum werde dadurch Schaden nehmen.

ADAC vergibt gute Schulbusnoten 

Guten Noten für Schulbusse in Niedersachsen vergab unterdessen nach einem Test der ADAC. Stichprobenartig getestet wurde in sechs Städten die Buslinie, die die jeweils größte Schule im Ort ansteuert - ausschließlich für den Schülerverkehr eingesetzte Fahrten waren nicht dabei.

Beanstandet wurden teils sehr volle Busse, fehlende Anzeigen sowie mangelndes Einschreiten des Fahrers bei Gedränge. Testsieger war die Linie 822 in Goslar, die als sehr gut bewertet wurde, wie der ADAC am Montag mitteilte. Die Busfahrten in Cloppenburg (Linie 965), Verden (Linie 712), Bad Nenndorf (Linie 2602), Fürstenau (Linie 631) und Göttingen (Linie 11) schnitten alle mit gut ab.

dpa

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