Tief Elvira bringt Blitz und Donner

Unwetterwarnung für Sonntag

Niedersachsen - Ein Tief aus dem Südwesten beschert weiten Teilen Deutschlands am Wochenende die Gefahr von Gewittern, die heftig ausfallen können. Teilweise gelten Unwetterwarnungen.

Hagel, Sturmböen, heftiger Regen - und vorerst kein Ende in Sicht: Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Wochenende weiter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Aktuell gilt für den Heidekreis und Südniedersachsen eine Warnung vor Starkregen.

Starke Gewitter haben in einigen Regionen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet. Allein durch einen Blitzeinschlag nach Abpfiff eines Jugend-Fußballspiels in Hoppstädten(Rheinland-Pfalz) wurden nach neuen Polizeiangaben 33 Menschen teils schwer verletzt, darunter 29 Kinder.

Während die Nacht zu Sonntag ruhig verlief, ist tagsüber laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wiederholt mit starken Gewittern in fast allen Landesteilen zu rechnen.

Schuld daran sei das Tief "Elvira", das schwülwarme "Waschküchenluft" ins Land bringe. Am Sonntagmorgen ist demnach besonders im Westen und Südwesten, örtlich auch im Norden und Osten mit Gewittern zu rechnen. Zum Nachmittag soll es dann fast überall in Deutschland gewittern. Mancherorts könnten sich daraus Unwetter entwickeln. Wo genau, sei derzeit noch nicht vorherzusagen.

Zu Beginn der kommenden Woche verlagere sich der Schwerpunkt der Unwetter auf den bisher verschont gebliebenen Osten und Norden. Am Montag sei dort mit kräftigen Gewittern, Hagel und vor allem an der Küste mit starken Böen zu rechnen. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer. Mindestens bis Freitag muss aber laut Wetterdienst deutschlandweit noch mit starken Regenfällen und weiteren Gewittern gerechnet werden.

In Hoppstädten schlug der Blitz am Samstag buchstäblich aus heiterem Himmel auf dem Fußballplatz ein. Nachdem es zunächst geheißen hatte, insgesamt 35 Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, korrigierte die Polizei in der Nacht zum Sonntag ihre Angaben: Es seien 29 Kinder und vier Erwachsene verletzt worden. Bei dem am stärksten verletzten Mann handele es sich zudem nicht - wie zunächst angenommen - um den Schiedsrichter des E-Jugend-Spiels, sondern um einen 45-jährigen Betreuer. Er musste nach einem Herzkreislauf-Stillstand reanimiert werden. Der Schiedsrichter kam mit leichten Verletzungen davon.

Nicht nur in Deutschland hatten die Gewitter am Wochenende schwere Folgen. Ein 40-jähriger Wanderer starb in Polen bei einem Blitzeinschlag. In Paris traf ein Blitz eine Kindergeburtstagsfeier in einem Park. Dabei wurden elf Menschen verletzt, darunter acht Kinder.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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