Politiker hoffen auf Sieg der Demokratie

Niedersachsen bewegt Putschversuch in der Türkei

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Ministerpräsident Stephan Weil ist mit den Gedanken bei den vielen Niedersachsen mit türkischer Herkunft.

Hannover - Die dramatischen Nachrichten vom Putschversuch in der Türkei am Freitag haben auch in Niedersachsen viele Menschen bewegt.

Es sei schwer und auch nicht angemessen, von Niedersachsen aus die Ereignisse der vergangenen Stunden in der Türkei beurteilen zu wollen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Samstag in einer Stellungnahme. Grundsätzlich gelte aber, dass in demokratischen Staaten Machtwechsel mit Hilfe von Waffengewalt inakzeptabel seien.

Vor dem Hintergrund des versuchten Militärputsches in der Türkei hatten sich in der Nacht zu Samstag 360 Menschen vor dem türkischen Generalkonsulat in Hannover versammelt. Die Teilnehmer seien vermutlich dem regierungstreuen Lager zuzuordnen, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt sei die Versammlung friedlich verlaufen. Auch später kam es zu keinen Zwischenfällen.

Ministerpräsident Weil wünscht „Kraft zur Versöhnung“

Weil erinnerte an die vielen Deutschen, die derzeit in der Türkei seien und sich um ihre Sicherheit sorgten. Seine Gedanken seien auch bei vielen Niedersachsen mit türkischer Herkunft, die die Entwicklungen mit großer Sorge verfolgten. Er wünsche ihnen eine schnelle Stabilisierung der Situation und überall in der Türkei ein Ende der Gewalt. „Ich wünsche diesem großartigen Land, dass es in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten trotz der tiefgreifenden Konflikte die Kraft zur Versöhnung findet.“

Niederschlagung des Putschversuches sei Bekenntnis zur Demokratie

Der Landesvorsitzende der Muslime in Niedersachsen (Schura), Recep Bilgen, sieht in der Niederschlagung des Putschversuches in seiner Heimat ein Bekenntnis der Türken zur Demokratie. „Ich bin froh, dass dieser Umsturzversuch gegen die demokratisch legitimierte Regierung der Türkei beendet ist", sagte Bilgen der "Braunschweiger Zeitung.“ Diese Meinung sollte jeder haben, der die Demokratie als Staatsmodell befürworte.

Die Putschisten gehörten für Bilgen einer terroristischen Gruppierung innerhalb des Militärs an, die aber zu klein für einen Erfolg gewesen sei. Dass Erdogan weiter an der Macht sei, beweise, dass trotz aller gesellschaftlichen Probleme ein Land hinter dem gewählten Präsidenten gestanden habe: „Man kann nichts gegen den Willen des Volkes machen.“

dpa

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