Bio im Norden beliebt

Zahl der Biobauernhöfe in Niedersachsen steigt

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Hannover - Bio ist beliebt. Nicht nur bei den Verbrauchern, sondern auch bei Niedersachsens Bauern. 150 von ihnen haben sich in diesem Jahr entschlossen, auf Öko-Landwirtschaft umzustellen. Im bundesweiten Vergleich liegt das Land aber eher hinten.

In Niedersachsen gibt es nach Angaben des Agrarministeriums immer mehr Biobauernhöfe. Derzeit sind es 1650, darunter sind rund 150 Landwirte, die seit Anfang 2016 einen Antrag auf Umstellung auf ökologischen Landbau gestellt haben. "Dies ist ein Rekordwert für unser Land", sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Freitag im Landtag. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Biohöfe noch bei 1505.

Die Anzahl der Bio-Milchviehbetriebe ist in den vergangenen zwei Jahren landesweit um 52 Prozent gestiegen. Gab es Anfang 2015 noch 112 Bio-Milchviehbetriebe, so sind es mittlerweile 166. "Das Preisniveau ist schon für einige interessant, bei der Milch war der Abstand besonders groß", sagte Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie. Im Vergleich mit den insgesamt 37 210 landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen sei die Zahl von 150 neuen Biohöfen aber vergleichsweise gering. "Eine Nische ist eben immer nur für einige geeignet."

Nach den Statistiken des Agrarministeriums ist auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Niedersachsen gewachsen: Sie umfasst derzeit rund 83 000 Hektar, 2008 waren es noch 71 246 Hektar. Besonders stark hat sich der Ökolandbau in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Osterode und im Heidekreis entwickelt. In diesen Regionen werden laut Agarministerium zwischen 8 und 11 Prozent der Fläche biologisch bewirtschaftet.

Landesweit lag Anteil der biologisch bewirtschafteten Fläche 2015 bei 2,8 Prozent, der Anteil der Biohöfe bei 4 Prozent. Im bundesweiten Vergleich nimmt Niedersachsen damit eher einen der hinteren Plätze ein. Beim Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern werden 9,3 Prozent der Fläche ökologisch bewirtschaftet, 17,7 Prozent der Landwirte dort sind Biobauern. Der bundesweite Durchschnitt liegt für den Flächenanteil bei 6,5 Prozent und für den Anteil der Betriebe bei 9 Prozent.

Als Anreiz für die Bauern, von konventioneller auf Öko-Landwirtschaft umzustellen, hat das Agrarministerium die Prämie für den Wechsel seit 2013 in zwei Stufen von 262 auf 364 Euro pro Hektar erhöht. Geplant ist eine weitere Erhöhung auf 403 Euro pro Hektar. Hierzu wird aber noch die Genehmigung der EU benötigt.

dpa

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