Rache nach Rauswurf

Mann muss nach Schüssen im Bordell ins Gefängnis

Osnabrück - Herausgeworfen zu werden aus einem Bordell - das hatte ein 31-Jähriger nicht vertragen. Er wollte sich rächen und schoss mit Gummigeschossen um sich. Jetzt muss er ins Gefängnis - für eine ganze Weile.

Nach Schüssen in einem Bordell im Kreis Osnabrück muss ein Mann für vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Zum Motiv für die Tat sagte der 31-Jährige, er habe sich rächen wollen, weil er zuvor aus dem Club herausgeworfen worden sei. Der Mann war am Ostersonntag mit einem Kumpel in das Haus in Fürstenau eingedrungen und hatte betrunken mit Gummigeschossen aus einer umfunktionierten Schreckschusspistole um sich geschossen. Dabei traf er einen Mann in der Nähe der Halsschlagader. Verurteilt wurde der 31-Jährige im Landgericht Osnabrück am Montag wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Bereits im Februar war der Verurteilte mit einem Kumpel in dem Fürstenauer Bordell. Bei seinem ersten Besuch wurde er wegen Pöbeleien rausgeworfen. Am Ostersamstag 2016 traf er sich mit Freunden, um zu zechen. Zum Zeitpunkt der Tat soll der Mann 2,36 Promille Alkohol im Blut aufgewiesen haben. Er sei dann auf die "bescheuerte Idee gekommen, es den Damen heimzuzahlen", sagte der 31-Jährige in der Verhandlung.

Von dem Kumpel hatte der Vater einer Tochter die umfunktionierte Gaspistole bekommen. Die Identität des zweiten Mannes hielt er während des gesamten Prozesses geheim. Im Bordell sei der Kumpel von einem Gast überwältigt worden und geflüchtet, schilderte der Vorsitzende Richter Wolfgang Kirschbaum in der Urteilsbegründung den Tathergang. Der Verurteilte schoss zwei Mal auf einen andere Gast und zwei Mal während einer Rangelei auf den Barmann des Bordells.

Schon zum Auftakt des Prozesses hatte der 31-Jährige die Tat gestanden. Er entschuldigte sich dafür. Dies und die Tatsache, dass er nicht vorbestraft ist, wertete das Gericht zu seinen Gunsten.

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa

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