Umbau soll 2017 beendet sein

Landtag: Fleißige Handwerker liegen voll im Zeitplan

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Das Landtagsgebäude in Hannover wird komplett umgebaut.

Hannover - Niedersachsens Landtagsumbau nimmt Form an. „Der Rohbau ist abgeschlossen, die Dächer sind dicht, die Fenster einschließlich der großzügig verglasten Restaurantbereiche weitgehend fertiggestellt sowie die aufwendige Sanierung der Betonwände bis auf einen Restabschnitt im Kellergeschoss erfolgreich bewerkstelligt und abgenommen.“

Dies sagte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) bei einer Besichtigung der Baustelle am Dienstag mit Landtagspräsident Bernd Busemann. Zur Zeit werden vor allem Belüftungs- und Beleuchtungskabel verlegt. Der 1962 eröffnete, unter Denkmalschutz stehende Plenarsaal wird seit Juli 2014 umfassend renoviert.

„Wir kommen hier gut voran, der Terminplan steht; wir sind auch bei den Kosten nach wie vor im Plan“, sagte Schneider. Busemann betonte ebenfalls: „Im Moment habe ich wirklich einen guten Eindruck.“ Rund 65 Prozent der Arbeiten am Parlaments-Umbau sind beendet, erklärte Bauleiter Andreas Perl.

Das Landtagsgebäude in Hannover wird komplett umgebaut.

Barrierefrei gestaltet soll der neue Plenarsaal auf zwei Tribünen Platz für 261 Besucher und 30 Journalisten bieten. 52,8 Millionen Euro sind für die aufwendigen Umbauarbeiten veranschlagt, die nach bisheriger Planung bis Sommer 2017 dauern sollen. Sowohl Schneider wie Busemann gaben sich zuversichtlich, dass die angesetzte Summe eingehalten werden kann, obwohl es zu leichten Mehrausgaben kam. Sie entstanden in Höhe von knapp einer Million Euro durch die Sanierung von Betonschäden sowie eine Viertelmillion für die Barrierefreiheit.

Bereits deutlich erkennbar ist die lichtdurchflutete Form des Plenarsaals, an dessen Ende das Präsidium unter einer Art angedeuteter flacher Kuppeldecke sitzen wird. Die gereinigten 780 Fassadenplatten sollen im Sommer wieder angebracht werden. Bis zum Herbst soll der Bodenbelag fertig sein. Als erstes soll der repräsentativen Zwecken vorbehaltene Leibniz-Saal in gehobenem Standard fertiggestellt werden. Mit rund 13 Millionen Euro wurden etwa 30 Prozent der Baukosten bereits ausgezahlt. Hinzu kommen sieben Millionen Euro an Honoraren für die Planungsbüros. Mehr als 90 Prozent aller Aufträge sind mittlerweile vergeben.

Hintergrund: Der Landtagsumbau in Zahlen

Seit Juli 2014 wird der unter Denkmalschutz stehende Plenarsaal von Niedersachsens Landtag aus dem Jahre 1962 umfassend renoviert.

90 Prozent aller Aufträge wurden vergeben - die Hälfte an niedersächsische Unternehmen.

Das Bauprojekt hat eine Gesamtbaufläche von 11.217 Quadratmetern und soll im Sommer 2017 fertig sein.

Bis dahin sollen 4,5 Kilometer Lüftungsrohre, 1600 Sprinklerköpfe und 125 Brandschutzklappen verbaut sein.

Zur Zeit sind 40 Betriebe mit 100 Arbeitern auf der Baustelle.

dpa

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