Wegen Sozialbetrugs

Zwei Jahre Gefängnis für Bordell-Chef

Osnabrück - Wegen nicht abgeführter Sozialabgaben für abhängig beschäftigte Prostituierte ist ein Bordell-Chef vom Osnabrücker Landgericht zu einer zweijährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Das teilte das Hauptzollamt Osnabrück am Donnerstag mit, das die Ermittlungen gegen den 57-Jährigen geleitet hatte. Nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichts erging das Urteil wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 60 Fällen. 

Der Mann soll zwischen 2014 und 2015 drei Bordelle in Osnabrück, Hannover und im nordrhein-westfälischen Selm betrieben haben. Er hat dort den Angaben zufolge in dieser Zeit bis zu 30 Prostituierte als Scheinselbstständige für sich arbeiten lassen. Der entstandene Schaden für die Sozialkassen beläuft sich laut Zoll auf 800.000 Euro, für die der Mann aufkommen muss.

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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