Kreis Lüneburg: Katastrophenalarm wegen steigender Elbepegel

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Feuerwehrleute bauen am Dienstag in Alt-Garge bei Bleckede aus Sandsäcken einen Deich zum Schutz vor dem drohenden Elbhochwasser. Der höchste Wasserpegel der Elbe wird in Niedersachsen am Wochenende erwartet.

Lüneburg - Im Landkreis Lüneburg wird wegen der steigenden Pegel der Elbe voraussichtlich Katastrophenalarm ausgelöst. Bereits am Mittwochvormittag könnte es soweit sein, wenn der Wasserstand bei Dömitz die Marke von 6,10 Metern übersteigt.

Kreissprecherin Katrin Peters bestätigte am Dienstag entsprechende Medienberichte. „Wir erwarten aber, dass die Deiche halten“, sagte sie. Katastrophenalarm kann bei Naturkatastrophen oder verheerenden Unglücken ausgelöst werden, damit kann unter anderem die Bundeswehr für den Einsatz im Inland angefordert werden.

Hochwasser an Elbe, Aller und Weser

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Auch einige Grundrechte können dann außer Kraft gesetzt werden: Im Notfall können Behörden Gebiete absperren und räumen, Einwohner als Helfer verpflichten, fremde Gebäude nutzen oder etwa Autos in Anspruch nehmen. Zuletzt wurde in Niedersachsen im vergangenen August bei den schweren Regeng und dem anschließenden Hochwasser in Osnabrück Katastrophenalarm ausgelöst.

In Lüneburg forderte Kreissprecherin Peters Schaulustige auf, an der Elbe die Schutzanlagen nur auf befestigten Wegen zu betreten. „Die Deiche können sonst aufweichen und im Ernstfall den Fluten nicht mehr standhalten“, warnte sie.

In Hitzacker und Neu Darchau (Kreis Lüchow-Dannenberg) wird an der Elbe nach Angaben das Umweltministeriums spätestens am Freitag die Sieben-Meter-Marke erreicht. Dort wird aber nicht damit gerechnet, dass Katastrophenalarm ausgelöst werden muss. Wachdienste beobachten rund um die Uhr, ob die Deiche dem Wasser standhalten.

In Lüchow-Dannenberg dürfen die Deiche ab Mittwoch nur noch zur Bekämpfung des Hochwassers betreten werden. Ihren Höchststand dürfte die Elbe im Nordosten erst am Wochenende erreichen, erklärte Jutta Kremer-Heye vom Umweltministerium in Hannover. Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wollte am Nachmittag telefonisch die notwendigen Maßnahmen für die kommenden Tage mit den Landräten der beiden Kreise abstimmen.

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