In Bremen sterben fünf Menschen

Weniger Verkehrstote in Niedersachsen - Tempo 120 auf A7 erfolgreich

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Im ersten Halbjahr 2016 sterben auf den Straßen in Niedersachsen 211 Menschen, in Bremen sind es fünf. Hauptursachen sind überhöhtes Tempo und ein zu geringer Abstand.

Hannover/Bremen - Die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen ist wieder gesunken. Ein Grund ist das schlechte Wetter im Frühjahr mit weniger verunglückten Radlern und Motorradfahrern. Aber auch Maßnahmen für mehr Sicherheit auf der A7 in Südniedersachsen senkten die Unfallzahlen.

In Niedersachsen sind im ersten Halbjahr weniger Menschen bei Verkehrsunfälle ums Leben gekommen als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Zahl der Getöteten sank um 20 auf 211, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging nur geringfügig um 0,7 Prozent auf knapp 20.000 zurück. 

Bezogen auf eine Million Einwohner starben in Niedersachsen 27 Menschen im Straßenverkehr, bundesweit waren es 18. Nur in Sachsen-Anhalt gab es nach dieser Rechnung verhältnismäßig mehr Tote.

Fünf Verkehrstote in Bremen

In Bremen sank die Zahl der Unfälle im ersten Halbjahr 2016 um 7,8 Prozent, wie im Vorjahreszeitraum kamen fünf Menschen ums Leben. Ursache für die auch bundesweit gesunkene Zahl von Unfalltoten könne das mäßige Wetter im Frühjahr sein, teilte das Bundesamt mit. So seien viele Fahrradausflüge buchstäblich ins Wasser gefallen und die Zahl tödlicher Motorradunfälle sank um ein Viertel.

Deutschlandweit kamen bis Ende Juni 1450 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 144 weniger als im ersten Halbjahr 2015. Die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen hatte im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge zugenommen - und stieg um 2,9 Prozent auf 459. Die Zahl der verunglückten Autofahrer sank geringfügig um 0,1 Prozent auf 43.386. Die Zahl der Unfalltoten in Niedersachsen hatte 2013 mit 412 tödlich Verunglückten einen historischen Tiefststand seit Einführung der amtlichen Verkehrsunfallstatistik 1953 erreicht.

Ursachen: Zu schnell, zu geringer Abstand

Als Hauptunfallursachen sehen die Experten nach wie vor zu geringen Abstand und zu hohes Tempo - vor allem auf Landstraßen, wo sich in Niedersachsen etliche der schweren Unfälle ereignen. Erfolgreich um eine Reduzierung der Unfallzahlen bemühten sich die Behörden auf der Autobahn 7 von Göttingen bis zur hessischen Landesgrenze, wie die Polizei mitteilte. 

Die Einführung einer Tempobegrenzung auf 120, die Installation einer festen Radarfalle im Dreieck Drammetal in der Auffahrt auf die A7 sowie weitere Maßnahmen führten seit Mitte vergangenen Jahres zu bis zu 30 Prozent weniger Unfällen. 2017 soll die Erneuerung der Fahrbahn an der Gefällestrecke am Laubacher Berg für mehr Griffigkeit und weniger Unfälle sorgen.

dpa

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