Rote Karte für randalierende Werder-Fans

Bahn erteilt Fußballchaoten Hausverbot in Zügen und Bahnhöfen

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Fußballchaoten, die Ende November einen Regionalexpress beschädigten und die Zugbegleiterin bedrohten, haben von der Bahn ein Beförderungs- und Hausverbot erhalten.

Hannover - Fußballchaoten von Werder Bremen, die Ende November einen Regionalexpress beschädigten und die Zugbegleiterin bedrohten, haben von der Bahn ein Beförderungs- und Hausverbot erhalten.

Eine zweistellige Zahl von Randalierern, die von der Bundespolizei als verantwortliche Straftäter identifiziert wurden, dürfen in den kommenden sechs Monaten keine Regionalzüge der Deutschen Bahn in Niedersachsen und Bremen benutzen. Das sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag. Bis Ende kommenden Jahres dürfen sich die Fußballfans in beiden Bundesländern auch nicht in Bahnhöfen aufhalten.

Um der wachsenden Aggression gegen Bahnpersonal und der Zerstörungswut von Fußballfans zu begegnen, zeige die Bahn den Betroffenen seit Anfang vergangenen Jahres verstärkt die Rote Karte, sagte der Sprecher. Zwar halte niemand ausdrücklich nach den aus den Zügen verbannten Randalierern Ausschau, es gehe aber grundsätzlich um den Abschreckungseffekt. „Hat jemand ein Haus- und Beförderungsverbot ist klar, dass er nicht mehr auffallen darf.“

Ein erneuter Verstoß sei dann nämlich ein Hausfriedensbruch, der bei der Verurteilung eines Randalierers zu einem höheren Strafmaß führen könnte.

Auf der Fahrt zu der Auswärtspartie beim VfL Wolfsburg am 21. November waren gewalttätige Fans vor allem in einem Regionalexpress zwischen Bremen und Hannover aufgefallen. Auch beim Umsteigestopp in Hannover gab es weitere Randale.

Ebenfalls mit Beförderungs- und Hausverboten rechnen können die 96-Fans, die die Bundespolizei als Verantwortliche für das Ramponieren eines Regionalexpress-Zuges Anfang Dezember feststellte, sagte der Bahnsprecher. Auf der Rückfahrt von einem Spiel auf Schalke hatten die Hannover-Ultras den in Bielefeld gestarteten Zug derart beschädigt und mit Fäkalien beschmutzt, dass das Zugpersonal bereits in Minden die Weiterfahrt verweigerte. An diesem sowie dem von den Werder-Fans auseinandergenommenen Zug entstand ein Schaden in hohem fünfstelligen Bereich.

dpa

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