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Neues Forschungsschiff „Sonne“ verlässt Bauhalle

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Der Neubau des Forschungsschiffes "Sonne" wird aus dem überdachten Baudock der Meyer-Werft in Papenburg (Niedersachsen) ausgedockt. Das 116 Meter lange, 20,60 Meter breite und 8 600 BRZ große HighTech-Schiff zur Tiefseeforschung wurde bereits 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben. © dpa

Papenburg - Mit der „Sonne“ hat am Samstag ein neues Forschungsschiff das Baudock der Papenburger Meyer Werft verlassen. Das 124 Millionen Euro teure Schiff soll ab 2015 seinen gleichnamigen Vorgänger ablösen, der seit 35 Jahren im Einsatz ist, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Haupteinsatzgebiet soll die Tiefsee im Indischen und Pazifischen Ozean sein. Dabei geht es vor allem darum, die Einflüsse dieser Meere auf das Klima zu erforschen. Mit dem Schiff werden auch Fragen zu Rohstoffen aus dem Meer und zum Eingreifen des Menschen in die Ökosysteme untersucht.

Das Schiff weist nach Werftangaben viele technische Innovationen auf. So ist der Schiffskörper so gestaltet, dass es bei der Fahrt nicht zu störenden Vibrationen oder Luftblasen kommt, um Echolotuntersuchungen nicht zu verfälschen. Das Schiff sei auch besonders umweltfreundlich und energieeffizient.

Im Mai wird die „Sonne“ auf der Ems nach Emden überführt. Dort starten umfangreiche Tests und Erprobungsfahrten. Ziele sind die Nord- und die Ostsee, um die Seetauglichkeit der „Sonne“ zu überprüfen. Das 116 Meter lange und fast 21 Meter breite Schiff bietet neben der 35-köpfigen Besatzung bis zu 40 Wissenschaftlern Platz. Das neue Forschungsschiff wird zu 90 Prozent vom Bund bezahlt. Den Rest teilen sich die fünf Küstenländer. Der Heimathafen wird in Wilhelmshaven sein.

dpa

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