Keine Entschädigung

Flugausfälle: Tuifly plädiert auf höhere Gewalt

Hannover - Bei den Verspätungen und Ausfällen der Tuifly durch Crew-Engpässe beruft sich der Tui-Konzern auf höhere Gewalt.

"Entschädigungs- beziehungsweise Schadensersatzansprüche der Kunden entstehen daraus nicht", teilte die Tui Deutschland der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Hannover mit. Die Sprecherin betonte: "Die massenhaften und äußerst kurzfristigen Krankmeldungen sind ein außergewöhnlicher und nicht vermeidbarer Umstand im Sinne von höherer Gewalt." Aus diesem Grund hätten auch die betroffenen Reise- und Luftbeförderungsverträge gekündigt werden müssen.

Nach Ansicht eines Fluggastrechtlers haben Passagiere hingegen sehr wohl Anspruch auf finanzielle Entschädigung. "Wenn die Airlines sich bei krankheitsbedingten Personalausfällen auf höhere Gewalt berufen, ist das aus rechtlicher Perspektive schlichtweg falsch und ein Versuch, Entschädigungszahlungen nicht leisten zu müssen", sagte Philipp Kadelbach, Mitgründer und Geschäftsführer des Flugrechtsportals Flightright, am Donnerstag.

Nach seiner Ansicht zählen Krankheitswellen jedoch zu den "normalen Betriebsrisiken, die Airlines zu jeder Zeit einkalkulieren müssen". Dies gelte auch, wenn es Zweifel gebe, ob tatsächlich eine Krankheit vorliege. Er empfehle daher allen betroffenen Passagieren, ihre Entschädigungsansprüche geltend zu machen.

dpa/mke

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