Wohl leere Drohungen - auch am Flughafen Hannover

Schulausfall nach Anschlagdrohungen in Braunschweig und Wunstorf

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Ein Zettel weist im Gymnasiums Neue Oberschule auf den Ausfall des Unterrichts hin.

Braunschweig - An mehreren Schulen in Niedersachsen und am Flughafen Hannover hat es in der Nacht zum Montag Anschlagsdrohungen gegeben. Unbekannte hatten per Mail Anschläge an insgesamt acht Schulen in Braunschweig und einer Schule in Wunstorf angekündigt. Auch am Airport ging ein ähnliches Schreiben ein. Die Polizei geht nach den Ermittlungen inzwischen davon aus, dass es sich um leere Drohungen handelte.

Für 7000 Schüler in Braunschweig fiel der Unterricht am Montag dennoch aus. Die Schulleitungen ließen die Gebäude am Morgen evakuieren. Auch der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz wurde eingeschaltet. Betroffen waren mehrere Gymnasien und auch die teils daran angeschlossenen Grundschulen.

„Wir wussten gar nicht, was genau los ist, deswegen waren auch alle ganz ruhig“, sagte ein Schüler vor dem Gymnasium Kleine Burg mitten in der Braunschweiger Innenstadt. Nicht schon wieder, habe er später gedacht, als er von den Drohungen gehört habe - in Braunschweig war im vergangenen Jahr nach einer Terrorwarnung in letzter Minute der Karnevalsumzug abgesagt worden.

Die Entscheidung, die Gebäude zu räumen, habe jede Schule für sich getroffen, sagte Polizeisprecher Joachim Grande. Die Evakuierungen seien überall ruhig und problemlos verlaufen. Schon vor 9.00 Uhr waren die meisten Schulhöfe leer. Nur Zettel machten an vielen Eingängen darauf aufmerksam, dass an den Schulen am Montag kein Unterricht stattfand.

Keine Auswirkungen am Flughafen

Am Flughafen Hannover hätten die Drohungen keine Auswirkungen gehabt, sagte eine Sprecherin. Das Schreiben sei als nicht ernstzunehmend eingestuft worden, erklärte ein Sprecher der Polizei Hannover. Ob es zwischen den Mails am Flughafen, der Wunstorfer Schule und denen in Braunschweig einen Zusammenhang gibt, werde zurzeit geprüft. Zum genauen Inhalt der Schreiben wollte die Polizei aus taktischen Gründen zunächst nichts sagen.

Gleichzeitig ermittelt die Polizei nun, wer der Urheber der Mail ist. „Im Internet gibt es gute Verschleierungsmöglichkeiten, das wird bekanntermaßen schwierig“, sagte Polizeisprecher Grande. Dem Urheber drohen eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft.

Die Braunschweiger Polizei steht außerdem mit anderen Dienststellen im Land und mit den Bundesländern Hessen und Schleswig-Holstein in Kontakt. Die Beamten prüfen derzeit, ob die Drohmail auch dort verschickt wurde. Bei der Braunschweiger Polizei hätten sich mehrere Dienststellen gemeldet, die einen solchen Verdacht geäußert hätten, sagte der Polizeisprecher. Die Schulbehörde in Schleswig-Holstein konnte dies zunächst nicht bestätigen.

dpa

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