"Wir nehmen jeden Flüchtling an und bilden ihn aus"

Auftragslage bei Bauindustrie gut - Fachkräfte gesucht

Die Zahl der Baugenehmigungen nahm in den beiden Bundesländern zwischen Januar und August um insgesamt 14,2 Prozent auf 28 854 zu.

Osnabrück - Die Baubranche boomt einerseits. Andererseits machen schwache Erträge den Unternehmen zu schaffen - und die Tatsache, dass es schwerer wird, Fachpersonal zu finden.

Die Bauindustrie in Niedersachsen und Bremen verzeichnet im laufenden Jahr deutlich mehr Aufträge. Im Zeitraum von Januar bis August nahmen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,6 Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro zu, wie der Präsident des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, Thomas Echterhoff, am Donnerstag in Osnabrück sagte. Die Auftragslage entspreche aber nicht der Ertragslage, fügte er hinzu: "Mit zwei Prozent haben wir keine hohe Rendite." Der baugewerbliche Umsatz stieg um 4,9 Prozent auf rund 7,4 Milliarden Euro.

Erfreulich sei vor allem die Entwicklung des öffentlichen Baus, wo ein Plus von 29,3 Prozent verzeichnet wurde. Der Straßenbau legte den Angaben zufolge um 30,9 Prozent und der öffentliche Hochbau um 28,0 Prozent zu.

Hoffnungen setzt die Branche auf den Bundesverkehrswegeplan 2030 und den geplanten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Allerdings müsse die staatliche Straßenbauverwaltung dringend zusätzliches Personal einstellen, damit die Infrastrukturprojekte geplant werden könnten.

Die Zahl der Baugenehmigungen nahm in den beiden Bundesländern zwischen Januar und August um insgesamt 14,2 Prozent auf 28 854 zu.

Trotz der guten Auftragslage schrumpfte die Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht um 0,2 Prozent auf 84 909 Menschen. Das sei eine Folge des demografischen Wandels, sagte Echterhoff. Viele Unternehmen hätten Schwierigkeiten, Lehrstellen zu besetzen, obwohl die Baubranche vergleichsweise krisensichere Perspektiven biete.

"Wir nehmen jeden Flüchtling an und bilden ihn aus, sofern er ausbildungswillig und -fähig ist", sagte der Verbandspräsident. Die Ausbildungszentren seien auf die Betreuung fremdsprachiger Lehrlinge eingestellt. Da die Statistik bei der Erfassung von Ausbildungsverträgen nicht die Nationalität festhalte, gebe es bislang keine Daten, wie viele Flüchtlinge eine Ausbildung auf dem Bau machten.

dpa

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