Großeinsatz der Bundespolizei

Automatensprenger festgenommen

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Fahrkartenautomat der Bahn gesprengt

Hannover - Zwei mutmaßliche Automatensprenger wurden am Mittwoch bei einer Razzia im Großraum Hamburg festgenommen. Sie und fünf weitere Männer sollen für 49 Sprengungen unter anderem in Niedersachsen verantwortlich sein.

Nach monatelanger Vorbereitung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg und der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Lüneburg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Stade wurden am Mittwoch mehrere Wohnungen in Hamburg durchsucht, teilen die Behörden in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Gegen sieben Männer aus dem Raum Hamburg besteht der Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit schwerem Bandendiebstahl und Sachbeschädigung. Die 17 bis 29 Jahre alten Männer sind tatverdächtig, in den vergangenen Monaten 49 Fahrausweisautomaten mittels sogenannter "Polenböller" in den Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in Hamburg aufgesprengt und die Geldkassetten gestohlen zu haben.

Die Tatobjekte lagen räumlich weit auseinander. So wurden unter anderem Fahrausweisautomaten in den Schleswig-Holsteinischen Kreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Segeberg und Storman, in der Stadt Lübeck, in den Niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven, Dannenberg, Harburg, Heidekreis, Lüneburg und Stade, mit Masse aber im Großraum Hamburg angegangen.

Der erlangte Stehlschaden sowie die Sachschäden werden derzeit insgesamt auf etwa 1,4 Millionen Euro beziffert. Die Polizei merkt jedoch an, dass der Sachschaden dabei die weitaus größere Summe ausmache.

Bei dem Aufsprengen von Fahrausweisautomaten gefährden die Täter nicht nur sich selbst, sondern auch andere, völlig unbeteiligte Personen, heißt es in der Pressemitteilung.

Das Amtsgericht Stade hatte auf Grundlage der bisherigen Ermittlungsergebnisse gegen zwei Beschuldigte der Tätergruppe einen Untersuchungshaftbefehl sowie für insgesamt neun Personen in Hamburg (acht) und Schleswig-Holstein (eine) Durchsuchungsbeschlüsse erlassen, die am Mittwoch vollstreckt worden sind.

Neben der Sicherstellung umfangreichen Beweismaterials hatte der Einsatz auch das Ziel, die Bandenstruktur zu zerschlagen und somit weitere Straftaten zu unterbinden. Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei im Einsatz.

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