Schüler nach Hause geschickt

Wieder eine Amok-Drohung in Hamelner Schule

Hameln - Nach der zweiten anonymen Amok-Drohung innerhalb weniger Tage ist in Hameln erneut vorübergehend eine Schule geschlossen worden. Bei der Durchsuchung der Eugen-Reintjes-Berufsschule seien am Dienstag allerdings weder verdächtige Personen noch gefährliche Gegenstände gefunden worden, teilte die Polizei mit.

Die Drohung war vor Unterrichtsbeginn schriftlich eingegangen, die Schulleitung entschied daraufhin, alle Schüler wieder nach Hause zu schicken. Die Berufsschule hat nach Angaben des Landkreises Hameln-Pyrmont insgesamt knapp 1800 Schüler.

Bereits am Freitag hatte die Polizei die Handelslehranstalt in Hameln wegen einer anonymen Amok-Drohung gesperrt. Mehr als 1500 Schüler waren betroffen. Die am Dienstag bedrohte Eugen-Reintjes-Schule hatte schon 2012 eine Amok-Drohung erhalten, auch damals war aber nichts passiert.

Gegen den bislang unbekannten Verfasser der jüngsten Amok-Ankündigungen ermittelt die Polizei wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. „Das Gesetz sieht für diesen Straftatbestand eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor“, sagte Polizeisprecher Jens Petersen. Außerdem müssen die Verursacher mit erheblicher Geldforderungen für die Kosten der Einsätze rechnen.

dpa

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