Nach Messerstecherei in Harburg

14-Jähriger baut Unfall auf der Autobahn

Buchholz - In Harburg ist ein Streit zwischen zwei Familien eskaliert. Ein 27-Jähriger wird niedergestochen, ein 14-Jähriger flieht per Auto. Zwölf Polizeiwagen verfolgen ihn, bis er einen Unfall baut.

Nach einem Familienstreit und einer Messerstecherei in einer Wohnung in Hamburg-Harburg hat sich ein 14-Jähriger eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Ermittler folgten dem Jugendlichen mit zwölf Streifenwagen über die Autobahn A1 bis nach Niedersachsen. Im Bereich der Autobahnabfahrt Dibbersen (Buchholz in der Nordheide/Landkreis Harburg) verlor der 14-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen, das Fahrzeug überschlug sich, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Jugendliche verletzte sich bei dem Unfall leicht, wurde im Krankenhaus ambulant behandelt und danach auf ein Polizeikommissariat gebracht.

Vor seiner Flucht war es den Angaben zufolge in der Wohnung in Hamburg-Harburg zu einem Streit zwischen zwei Familien gekommen, der in einer Messerstecherei eskalierte. Dabei wurde ein 27-Jähriger am Rücken verletzt und ins Krankenhaus gebracht. In seiner Wohnung nahmen die Beamten drei weitere Männer im Alter von 27 bis 31 Jahren fest. Die übrigen Familienmitglieder seien unerkannt geflohen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass einer der drei Männer dem 27-Jährigen vermutlich die Stichverletzung zugefügt hatte, wie die Polizei mitteilte. Der ebenfalls 27-jährige Verdächtige sollte einem Haftrichter vorgeführt werden, die beiden anderen Männer wurden wieder entlassen.

Inwiefern der 14-Jährige an dem Streit und der Messerstecherei beteiligt war, blieb zunächst unklar. Weitere Details über die Auseinandersetzung waren zunächst nicht bekannt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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