Vertrag zwischen Kirche und Raum für Gemeinde läuft im November aus

Verein muss Gespräch suchen

Maren Fieseler überreichte Ewald Sandmöller bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Raum für Gemeinde eine Spende, die der Dielinger Posaunenchor bei seinem Jubiläumskonzert zusammengetragen hatte. - Fotos: Bokelmann

Dielingen - Vor zehn Jahren hat die Kirchengemeinde Dielingen mit dem Verein Raum für Gemeinde eine Vereinbarung geschlossen, dass die Kirche das ehemalige Gemeindehaus, das der Verein verwaltet, kostenlos nutzen darf. Dieser Vertrag läuft im November aus und der Vereinsvorstand muss sich um die weitere Nutzung kümmern.

„Solange es die wirtschafliche Situation zulässt, können die Gruppen weiterhin kostenlos zu uns kommen. Mit dem Pfarrbüro sieht das schon anders aus“, machte Ewald Sandmöller bei der Jahreshauptversammlung vom Raum für Gemeinde deutlich. Es würden noch Gespräche mit der Kirche ausstehen, so der erste Vorsitzende des Dielinger Vereins, der das Vertragsende als „denkbar ungünstige Situation“ sieht – schließlich seien die Gruppen „ohne Zuhause“, wenn der Verein nun Miete erheben würde.

Die Vereinsmitglieder machten sich am Donnerstagabend auch Gedanken um die allgemeine Nutzung der Räume. „Das Haus ist lebendig“, lobte Norbert Voigt als zweiter Vorsitzender und bedankte sich bei den Spendern und Unterstützern. Während der Versammlung  überreichte Maren Fieseler als Leiterin des Dielinger Posaunenchors eine Finanzspritze in Höhe von 500 Euro.

Für die nächsten zehn Jahre sei das Haus gut aufgestellt, da diverse Sanierungsarbeiten unternommen wurden, erinnerte Schriftführerin Inge Clamor. Zuletzt habe die Heizung Schwierigkeiten gemacht. Hausmeister Hartmut Willmann erklärte dazu, dass das Leck zwar geschlossen sei, aber die alten Leitungen neu verlegt werden müssten. „Bei den dafür nötigen 5 000 Euro wollen wir mit möglichst viel Eigenleistung sparen“, sagte Sandmöller.

Aufregung herrscht bei den Vereinsmitgliedern über den regelmäßigen Vandalismus an den Außenleuchten des ehemaligen Gemeindehauses: Dauernd seien die Lampenschirme kaputt und eine Kuppel schlage mit 180 Euro zu Buche, führte der Vorsitzende aus. Eine Lösung für das Problem hatte er nicht.

Sein Stellvertreter erklärte im Verlauf der Versammlung, dass sich alle gemeinsam Gedanken machen müssten, wie das Gemeindehaus künftig genutzt werden sollte. Er stellte sich daher als Ansprechpartner für Ideengeber zur Verfügung. Die 61-jährige Dielingerin Martina Fangmeyer unterbreitete sogleich einige Vorschläge: ein Rudelsingen, Kulturfrühstück, Folk-Abende, Dia-Vorträge mit Willi Lindemann über alte Häuser oder weitere Konzerte könne sie sich vorstellen. „Man muss es nur anpacken“, ermunterte Fangmeyer die Dielinger Bürger.

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand auch wieder die Verlosung der Bausteine, die 2011 als Finanzierung für die Photovoltaik-Anlage verkauft worden waren. Die drei ausgewählten Mitglieder gaben ihren Gewinn sogleich als Spende an den Verein zurück.

Die Wahl eines neuen Kassenprüfers war schnell abgehandelt: Künftig wird Jürgen Gräber gemeinsam mit Jens Gerke einen Blick auf die Finanzen des Vereins haben. Sorgen bereitet dem Raum für Gemeinde das Ausscheiden ihres Vorsitzenden im kommenden Jahr. „Bislang hat sich noch keine Lösung abgezeichnet“, berichtete Sandmöller auf die Nachfrage von Wilfried Thünemann, der das Wirken des Vorsitzenden umfassend lobte. -  abo

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