Stemwede profitiert von „Vital.NRW“

Trostpreis in Höhe von 1,9 Millionen Euro

Nach Absage der Leader-Förderung gibt es nun doch noch Geld. Das Programm „Vital.NRW“ sichert Mittel für die Dorferneuerung zu. - Symbolbild: dpa

Stemwede - Die Bewerbung des Kreises Minden-Lübbecke für die Leader-Förderperiode 2014 bis 2020 war nicht erfolgreich. Doch jetzt bekommt das Bündnis ländlicher Raum im Mühlenkreis einen Trostpreis und doch noch Projekte im Sinne der Dorferneuerung realisieren.

Oliver Gubela, Wirtschaftsförderer des Kreises, teilte den Mitgliedern des Tourismusausschusses am Mittwoch im Gasthaus Rosengarten in Haldem mit, dass die Region über den Fördertopf „Vital.NRW“ ein Mindestbudget von 1,9 Millionen Euro erhält. Mit diesem Programm sollen die ländlichen Regionen unterstützt und ihre Dynamik gefördert werden, heißt es auf der Internetseite des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes.

Der Mühlenkreis wurde als Qualifizierungsregion eingestuft und erhält die Landesmittel für die Fortführung der ländlichen Regionalentwicklungsansätze. „Es gibt also doch Geld“, freute sich Ausschussvorsitzender Wilhelm Riesmeier. Und Gubela hatte noch eine gute Nachricht: „Eine große Region bekommt den Höchstsatz. Das ist eine sehr positive Entwicklung.“ Der Fördersatz liegt dem Entwurf von „Vital.NRW“ bei 65 Prozent.

Von dem Geld wird unter anderem eine Stelle im Regionalmanagent finanziert. Der bislang noch nicht eingestellte Berater ist dem Bündnis ländlicher Raum zugeordnet, wird aber vom Kreis bezahlt. Verantwortlich wird dieser Experte laut Gubela nicht nur für die Organistion und Strukturierung der Projekte sein, sondern auch Vereine und Kommunen bei den Förderanträgen beraten. Was nun fehlt, sind die Richtlinien, um eine Maßnahme als förderwürdig anlegen zu können. Oliver Gubela rechnet damit, dass im ersten Quartal des nächsten Jahres die ersten Gelder fließen könnten.

Während 1,5 Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verfügung stehen, stammen die fehlenden Summen aus der Ko-Finanzierung, für die der Kreis verantwortlich zeichnet. Auf Nachfrage von Monika Lösche (CDU) erfuhren die Ausschussmitglieder, dass je nach Projekt die Kommunen zur Kasse gebeten werden. „Wenn die Maßnahme nur Stemwede betrifft, muss auch Stemwede zahlen“, so der Kreis-Wirtschaftsförderer, der darauf verwies, möglichst viele Ehrenamtliche mit ins Boot zu holen.

Monika Lösche wollte konkrete Projekte benannt haben, die mit der Förderung entstehen, woraufhin Riesmeier darauf hinwies, dass mögliche Maßnahmen bereits im Rahmen der Leader-Bewerbung angedacht waren und die entsprechenden Projekte im Plan bestehen. „Es wäre doch schade, wenn die ganze Arbeit umsonst war“, meinte Riesmeier und Birgit von Lochow als Bauamtsleiterin der Gemeindeverwaltung erinnerte an die Projekt „digitales Dorf Westrup“ sowie das Mobilitätskonzept Land-Ei sowie „Chance für Altgebäude“. „Am Ende liegt es an Stemwede, was umgesetzt wird“, ermunterte Oliver Gubela dazu, Ideen einzureichen. - abo

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