Besucher, Musiker und Helfer feiern das 40. Stemweder Open Air

Tausende Festivalgänger strömen ins Ilweder Wäldchen

Ein bisschen zum Takt mitwippen, tanzen oder gleich drehen, bis alles um einen herum verschwimmt – auf der Tanzfläche vor der Waldbühne auf dem Stemweder Open Air ließen sich die Besucher von der Musik mitreißen.

Haldem - Wenn sich rund um das Ilweder Wäldchen lange Autoschlagen bilden, Wiesen zu dicht bevölkerten Campingplätzen werden und an dem sonst so ruhigen Fleckchen überall Musik durch die Bäume schallt, dann ist Stemweder Open Air. Seit Freitag strömen Tausende Menschen aus allen Himmelsrichtungen nach Stemwede, um zwei Tage lang umsonst und draußen im Zeichen der Kuh zu feiern.

James Rowland sang im Sonnensystem ruhige Songs.

Gründe zum Feiern gibt es bei dem Festival immer, aber in diesem Jahr kommt ein besonderer hinzu: Das Open Air wird 40. Und dass es sich seit seiner Geburtsstunde eine stetig wachsende Fangemeinde aufgebaut hat, daran ließen die Besucher keine Zweifel. Sie umlagerten Merchandise-Stände, um T-Shirts, Bändchen oder Beutel als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Dass die Artikel ankommen, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass der Erlös nicht in die Taschen eines kommerziellen Betreibers fließt. Das Festival wird vom Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) in Stemwede ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Dabei wird der Verein von Hunderten Helfern unterstützt, die ohne Bezahlung anpacken.

„Los de Abajo“ haben gestern die Waldbühne eröffnet und mit ihren Liedern gute Stimmung verbreitet.

Dass sich der Aufwand lohnt, wurde am Freitag einmal mehr deutlich. Am meisten Partystimmung herrschte zweifellos vor der Waldbühne, die von der mexikanischen Band „Los de Abajo“ eröffnet wurde. Mal mit Masken vor dem Gesicht, mal nur mit ihrer mitreißenden Ausstrahlung brachten sie einen Stilmix aus Rock, Salsa, Reggae, Ska und Cumbia auf die Bühne. So dauerte es nicht lange, bis sie ihr Publikum zum Tanzen gebracht hatten. Manche schüttelten ihr Haar wild umher, manche streckten die Arme in die Luft und sprangen und andere drehten sich paarweise so lange, bis ihnen schwindelig wurde – egal, Hauptsache bewegen.

Wer es nicht ganz so schnell angehen will, konnte sich bei ruhigerer Musik im sogenannten Sonnensystem entspannen. Säcke, die als Kissen dienten, laden dort erfahrungsgemäß dazu ein, sich hinzulegen und die Augen zu schließen. Passend dazu schwirrten Freitag Seifenblasen durch die Luft. Der erste Künstler auf der Sonnensystem-Bühne war James Rowland, ein Singer-Songwriter und Gitarristen aus Nashville.

Stemweder Open Air

Wenige Schritte entfernt, auf der Wiesenbühne, bot die Band „madgroove“ zu Anfang des Festivals Musik für Hip-Hop-Liebhaber. Sie und viele andere Bands sorgten beim Auftakt des 40. Stemweder Open Air dafür, das das Festival seinem Ruf gerecht wird, verschiedenste Geschmäcker zu bedienen. Auch für Samstag stehen vielversprechende Bands auf dem Line up. Der Headliner „Frittenbude“, spielt ab 22.45 Uhr. - ks

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