Gibt es ein neues Bauhof-Fahrzeug?

Straßen leiden unter Durchgangsverkehr

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An der Straße Neustadt in Niedermehnen begegnen sich oft große Fahrzeuge und können auf der schlechten Bankette nicht richtig ausweichen.

Niedermehnen - Wenn es um den Zustand der Stemweder Straßen geht, muss man die Straßenzüge differenziert betrachten. Denn allgemein meint Bürgermeister Kai Abruszat: „Im Vergleich zu anderen Kommunen sind unsere Straßen ganz gut.“ Für die Molkenstraße und die Neustadt in Niedermehnen können die Bürger das jedoch nicht unterschreiben und wünschen sich Abhilfe.

Das ist aber nicht so einfach, wie Bürgermeister Abruszat kürzlich beim Ortsteilgespräch verdeutlichte. So sei der Boden an der Straße Neustadt nicht tragfähig genug, um die Bankette aufzufüllen. „Es gibt derzeit keine Lösung“, musste Abruszat zugeben. Denn die schweren Fahrzeuge, die heute in der Landwirtschaft eingesetzt werden, machten es der Verwaltung in Sachen Straßenerhaltung und -sanierung schwer.

In diesen Bereich will die Kommune künftig mehr investieren. Dennoch sei es keine Option, den Untergrund an den Niedermehner Verkehrswegen komplett zu sanieren. „Das bedeutet eine Millioneninvestition allein für die Molkenstraße“, führte Abruszat den Bürgern vor Augen. Eine Option sei daher, ein neues Spezialfahrzeug, das für den Bauhof angeschafft werden soll, abzuwarten. Dieses soll demnächst an der Neustadt einen Probebetrieb aufnehmen, verkündete Stemwedes Verwaltungschef und berichtete, dass der sogenannte Patcher gleichzeitig die Schadenserkennung und -beseitigung schaffe. Ist das Spezialfahrzeug erstmal im Besitz der Gemeinde, soll es Abruszat zufolge die 650 Kilometer Gemeindestraßennetz täglich abfahren und kontrollieren. Der Betriebsausschuss wird am Donnerstag, 8. September, bei seiner Sitzung in der Leverner Festhalle über einen entsprechenden Beschluss abstimmen.

Wirtschaftswegekonzept in der Mache

„Wir können aber am Ende des Tages nicht alle Straßen erhalten“, ergänzte Abruszat. Daher arbeite man an einem Wirtschaftswegekonzept.

Angeregt wurde zudem, die Molkenstraße für den Durchgangsverkehr zu sperren, denn „es gibt auch besser ausgebaute Straßen, die zu den gewünschten Zielen führen“, merkte Jutta Wasels an. „Schwerer Durchgangsverkehr ist für unsere Straßen tödlich“, unterstrich ein weiterer Teilnehmer.

Abruszat versprach eine „gezieltere Verkehrslenkung“ in der entsprechenden Verwaltungsabteilung anzuregen. Zudem soll eine Verkehrszählung die Nutzungsintensität zeigen. Vor rund acht Jahren hätte eine Zählung etwa 800 Fahrzeuge ergeben, informierten die Niedermehner.

Aber nicht nur die Verwaltung müsse mit Blick auf die Infrastruktur mehr leisten, kritisierte ein Niedermehner, dass die Wegeseitenränder teilweise durch Büsche und Pflanzen von Privatpersonen kaum noch erkennbar seien. „Wir sind im Dialog mit den landwirtschaftlichen Ortsvereinen“, verkündete Kai Abruszat und unterstrich, dass nur so die Problemstellen erkannt und verändert werden könnten.

abo

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