Standort des Rettungsdienstes bleibt auf Gemeindeebene

Feuerwehr: Aus Stemwede für Stemwede

Das Feuerwehrgerätehaus der Arrenkamper Löschgruppe wird spätestens in zwei Jahren nicht mehr gebraucht. - Foto: Bokelmann

Arrenkamp - Neben dem Breitbandausbau gibt es in der Gemeinde Stemwede einen weiteren Investitionsschwerpunkt: der Neubau von Feuerwehrgerätehäusern nach der Fusion der Löschgruppen. Die Freiwillige Feuerwehr der Flächengemeinde wird künftig nur noch acht, statt wie bislang 13 Standorte haben. Daran erinnerte Bürgermeister Kai Abruszat beim Ortsteilgespräch in Arrenkamp und bedankte sich bei den Feuerwehrmitgliedern der Ortschaft, dass sie Verständnis für den Standort in Haldem gezeigt hätten. „Es ist wichtig, dass wir eine zeitgemäße Einrichtung und einen entsprechenden Fahrzeugpark für die Feuerwehren weiterführen“, sagte der Verwaltungschef.

Ab 2019 wird die Löschgruppe Haldem-Arrenkamp ihr Domizil in Haldem haben. Derzeit stehen zwei Standorte zur Diskussion, entsprechende Untersuchungen laufen, die Wirtschaftlichkeitsprüfung steht noch aus, so Abruszat zum aktuellen Sachstand. Favorisiert wird der Standort an der Straße Schmiedekamp. Das war in der Ratssitzung im Juni deutlich geworden.

Zum finanziellen Rahmen sagte Abruszat: „Wir müssen darauf achten, dass wir uns nicht übernehmen.“ Daher sollen die Neubauten „aus einem Guss“ konstruiert, Synergieeffekte genutzt werden. Der Großauftrag hat auch auf Bundesebene Beachtung gefunden – so stellt das Bundesministerium für Finanzen einen sechsstelligen Betrag in Aussicht. Damit sollen die Pläne für das Vorhaben vorangetrieben werden, die dann als Pilotprojekt auf andere Feuerwehren in Deutschland übertragen werden können. „Wir werden die modernste Feuerwehrstruktur weit und breit haben“, versprach Bürgermeister Abruszat und lobte die „effiziente Arbeit über Ortsteilgrenzen hinweg“.

Die alten Feuerwehrgerätehäuser, darunter auch das an der Arrenkamper Straße, will die Gemeinde verkaufen und „einer neuen Verwendung zuführen, um den Gemeindehaushalt nicht zusätzlich zu belasten“. Für einige Standorte gebe es schon Interessenten, verriet Abruszat.

Anfang Oktober soll die „wegweisende Entscheidung“ im Rat auf den Weg gebracht werden, nachdem bereits vor den Sommerferien der Brandschutzbedarfsplan von der Feuerwehrleitung und Ratsmitgliedern abgesegnet worden war.

Auch Fahrzeugkonzept enthalten

Im Brandschutzbedarfsplan ist auch das Fahrzeugkonzept enthalten, erwiderte Abruszat auf die Nachfrage von Arrenkamps Löschgruppenführer Dieter Langelahn, wie es künftig mit den Fahrzeugen weitergehe. „Wir müssen den Fuhrpark mit den Häusern kompatibel machen“, sagte der Verwaltungschef mit einem Seitenhieb auf die Lage in Oppenwehe, wo das Tor nicht hoch genug für das Löschfahrzeug ist.

Zum zeitlichen Rahmen des Projekts machte Abruszat keine Angaben. Man müsse die Wirtschaftlichkeit im Blick haben. „Vielleicht wird auch zeitgleich an mehreren Stellen in Stemwede gebaut“, wiegelte Abruszat ab.

Abschließend informierte er über die Rettungswache: „Stemwede wird zu 99 Prozent eine Rettungswache behalten.“ Diese werde zwar nicht wie bisher am Schloss Haldem untergebracht, aber „nicht weit weg von Arrenkamp“ sein. Im Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises werde der Standort festgeschrieben, sagte Abruszat. „Wir werden die Platzierung genau beobachten“, versprach der Verwaltungschef, der damit rechnet, dass im Herbst die Entscheidung bekannt gegeben wird.

„Es wird einen Rettungsdienst aus Stemwede für Stemwede geben“, ist sich Abruszat sicher. Bislang war von einem möglichen Standort an der Leverner Straße die Rede. Im Bereich Butenbohm soll auch das Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppen Levern-Sundern-Niedermehnen errichtet und gegebenenfalls als gemeinsamer Standort mit dem Rettungsdienst genutzt werden. 

abo

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