Desteler haben viele kleine Wünsche

Seniorenfreundlich, aber wenig für die Jugend

Wenn es nach dem Wunsch der Desteler geht, sollen an der Mühle künftig häufiger Veranstaltungen stattfinden.

Destel - Von Sonja Rohlfing. Freundliche Nachbarn sind den Destelern in ihrem Wohnumfeld am wichtigsten, gefolgt von Sauberkeit, Internet und medizinischer Versorgung. Das hat eine Umfrage der Desteler Runde im Vorfeld zum Ortsteilgespräch mit Bürgermeister Kai Abruszat ergeben. Was den Destelern sonst noch aufgefallen ist und was sie sich wünschen, stellte Ortsheimatpfleger Horst Richter zu Beginn der Veranstaltung in der Remise an der Mühle vor.

Ihr Dorf beurteilen die Desteler als familien- und seniorenfreundlich und optisch ansprechend. Die Jugendfreundlichkeit sei jedoch lediglich ausreichend. Nach dem Zustand des Dorfes befragt, schätzen sie öffentliche Plätze und Umweltschutzgebiete als herausragend ein. Die Sicherheit wird befriedigend bis gut beurteilt. Als befriedigend bis ausreichend wird der Zustand der Gebäude und die Nähe zu medizinischer Versorgung und Kindergärten empfunden. Die Straßen erhielten ein „befriedigend“. „Ich dachte, das bemängeln mehr“, merkte Richter an.

Von Seifenkistenrennen über Konzertabende bis hin zu Lesungen

Die Liste der Wünsche für zusätzliche Angebote für die Bevölkerung und Touristen reicht von Seifenkistenrennen über Konzertabende, Lesungen und Mittelalterfeste an der Mühle bis hin zu einer Dorf-Rallye mit dem Fahrrad, einem Baumhaushotel oder einem Wochenmarkt für ortsansässige Erzeuger. „Wir würden gern unser schönes Mühlengelände mit mehr Leben füllen. Dafür brauchen wir aber die Erlaubnis des Hausherrn“, erklärt Richter mit einem Augenzwinkern in Richtung Bürgermeister. Das Mühlengelände ist ein Gemeindegrundstück.

Dialog auf historischem Gelände: Beim Ortsteilgespräch stand Bürgermeister Kai Abruszat jetzt den Bürgern in der Remise an der Desteler Mühle Rede und Antwort. - Fotos: Rohlfing

„Mit einem schönen Projekt oder einer klugen Idee treffen Sie bei mir auf offene Ohren“, versprach Kai Abruszat. Rat und Verwaltung seien daran interessiert, ohne das gesamtgemeindliche Denken zu vergessen, Kräfte in den Ortschaften zu stärken. Er begrüße es, wenn das Mühlengelände durch gute Veranstaltungskonzepte eine Bereicherung erfahre, unterstrich der Bürgermeister. Was machbar sei, gelte es im Einzelfall zu prüfen. Gegen Lesungen oder kleine Konzerte sei sicherlich nichts einzuwenden. In Angriff genommen werden können die Arbeiten an den Mühlenflügeln. 2 400 Euro steuert die Gemeinde dazu bei. Für die „problemlose und schnelle“ Entscheidung des Gemeinderates in der Sache bedankte sich Horst Richter.

Thema: Windkraftanlagen zwischen Destel und Pr. Oldendorf

Die Feuerwehr sei ein unverzichtbarer Eckpfeiler für den Zusammenhalt des Dorfes, hob Abruszat hervor. Die Löschgruppe Destel habe einen hohen Attraktivitäts- und Aktivitätsgrad. „Darum haben wir uns zu Recht entschlossen, Destel als einzelnen Standort neu zu konzipieren.“ Mit Spatenstich und Fertigstellung für den Neubau mit 320 Quadratmetern Nutzfläche an der Lübbecker/Desteler Straße rechnet er 2018/19. „Bis dahin haben Sie Zeit, sich zu überlegen, was mit Sie dem alten Haus und Gelände machen wollen.“ Für gemeindliche Zwecke sei es nicht nutzbar. Das Beste wäre eine Abrissgenehmigung zu beantragen, so die Sicht des Bürgermeisters.

Neben der besseren Internetversorgung waren die Windkraftanlagen zwischen Destel und Pr. Oldendorf Thema. An dem Verfahren für zwei weitere Anlagen mit 200 Metern Höhe auf Pr. Oldendorfer Gebiet sei die Gemeinde Stemwede beteiligt worden. „Was wir für uns selbst festgelegt haben, müssen wir auch anderen zugestehen“, verdeutlichte Abruszat. Ob über die zwei beantragten Anlagen hinaus weitere kleinere Anlagen an der Gemeindegrenze geplant seien, könne er nicht abschätzen, sagte er vor rund 70 Bürgern. Die Beteiligung am Ortsteilgespräch sei im Verhältnis zur Einwohnerzahl von 549 beachtlich, freute er sich.

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