Sekundarschule platzt aus allen Nähten

Bezirksregierung wartet auf Unterlagen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wehdem - Die Stemweder-Berg-Schule platzt aus allen Nähten. In einigen Jahrgängen sei der Zulauf so enorm, dass die Schulleitung nun einen Antrag auf Bildung einer Mehrklasse stellen will. Insbesondere betreffe das den achten Jahrgang der Sekundarschule, sagte Schulleiterin Heike Hachmann nun im entsprechenden Fachausschuss der Gemeinde Stemwede. 92 Kinder gebe es in den achten Klassen. Da die Obergrenze für die Klassenbildung bei 30 Schülern liegt, soll es künftig vier Klassen in der Stufe geben, wünscht sich Hachmann.

„Nachdem wir den Bedarf an Klassen nächste Woche an die Bezirksregierung in Detmold melden werden, arbeiten wir erst die Pläne für das Kollegium aus“, so Hachmann. Sie sieht auch für die Jahrgänge fünf und sechs in Zukunft den Bedarf für weitere Klassen. Im fünften Jahrgang zähle die Sekundarschule aktuell 85 Kinder, in den sechsten Klassen sind es laut Hachmann 86 Schüler.

„Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, dann müssen wir vierzügig in das neue Schuljahr starten“, wog Hachmann im Schulausschuss ab. Darin hatte zuvor Schulamtsleiter Jörg Bartel über die Anmeldezahlen berichtet – für die Sekundarschule liegen dem Verwaltungsmitarbeiter zufolge 72 Anmeldungen, für die geplante Gesamtschule 37 Anmeldungen vor. Das könne sich aber alles nochmal ändern, so Bartel, der daran erinnerte, dass die Verwaltung und auch die INI als Träger der geplanten Gesamtschule den Eltern zur parallelen Anmeldung auf einer staatlichen und privaten Schule geraten hatten.

Da die Gesamtschule in Stemwede von der Bezirksregierung noch nicht genehmigt ist, bleiben noch viele Fragen offen. Das wurde auch in der Ausschusssitzung deutlich. Auf die Bedenken von Wilhelm Riesmeier (SPD), dass die INI bei 37 Schülern lediglich zwei Lehrerstellen finanziert bekäme und den Unterricht dann nicht bewerkstelligen könne, erhielt er keine weiteren Auskünfte. Jörg Bartel richtete lediglich aus, dass INI-Geschäftsführer Thomas Assmann inzwischen 13 Verträge mit potentiellen Lehrern unterschrieben habe. Brigitte Höger-Allhorn (CDU) hatte bei einem Gespräch mit dem künftigen Gesamtschul-Schulleiter Volker Esch-Ahlsen erfahren, dass die INI die Lehrerversorgung sicherstellen werde. „Sonst wird es ja erst gar keine Genehmigung geben“, so Höger-Allhorn.

„In Sachen Raumkonzept wird die INI dafür Sorge tragen, dass alles funktioniert“, kommentierte Bartel weiter. Sämtliche Entscheidungen könnten erst gefällt werden, wenn sich die Bezirksregierung zum Thema geäußert hätte. Aber auch in Detmold sind noch nicht alle Fragen geklärt. „Es fehlen noch Personalunterlagen sowie verschiedene nachgeforderte Dokumente, die ebenfalls noch nicht eingetroffen sind“, teilt die Bezirksregierung auf Nachfrage mit. Zur Zeit liegen der Behörde die Informationen zum Lehrerkollegium für die INI noch nicht vor. Darüber hinaus hat der Antragsteller bis jetzt auch noch nicht alle Fragen zum Raumkonzept beantwortet, informiert Anja Hegener.

„Damit wir einen Bescheid erstellen können, müssen uns alle dafür notwendigen Unterlagen komplett vorliegen“, so die Pressesprecherin der Bezirksregierung. Daher sei momentan nicht absehbar, wann der Bescheid erstellt wird.

abo

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