„Die Lustigen Heideböcke“ aus Oppenwehe feiern am Wochenende Jubiläum

Seit 50 Jahren wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft

Das Foto zeigt viele der Gründungsmitglieder in ihren mit dem Vereinsemblem bestickten „Nyltesthemden“, der dazu gehörenden Krawatte und dem Hut. Natürlich durfte auch das Wappentier – der Heidebock – nicht fehlen. - Fotos/Repros: Bollmeier

Oppenwehe - Die „Lustigen Heideböcke“ aus Oppenwehe feiern am Sonnabend, 20. August, ihr 50-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum mit viel Tradition. Die Heideböcke sind im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft geworden, haben Einiges zum Gelingen dörflicher Veranstaltungen beigetragen und Neues geschaffen.

Eingeladen zu der Jubiläumsfeier am Sonnabend ab 18 Uhr im Vereinslokal Moorhof Huck sind die Mitglieder aller Oppenweher Vereine, Clubs und Gruppen. Dabei wird es sicherlich Gelegenheit geben, in alten Zeiten zu schwelgen.

50 Jahre ist es her, dass sich die „Lustigen Heideböcke“ gegründet haben. Im August 1966 schloss sich eine 15-köpfige Junggesellengruppe zusammen, um einen neuen Verein aus der Taufe zu heben. Ausschlaggebend war die Wahl des Heideprinzen beim alljährlichen Heideblütenfest. Heideprinz wurde damals der Mitbegründer Kurt Priesmeier. Auf der Gründungsversammlung, die vom ersten Vorsitzenden der Vereinsgeschichte Hans-Jürgen Henke geleitet wurde, beschlossen die Mitglieder durch eigenes Engagement an der dörflichen Gemeinschaftspflege mitzuwirken.

Finanziell trug sich der Verein zunächst von Strafgeldern, die zum Beispiel bei zu spätem Antreten bei internen Treffen eingezogen wurden.

Bereits drei Jahre nach der Vereinsgründung, als der Vorsitz von Egon Henke übernommen wurde, hatten die Heideböcke einen guten Ruf, der bis hin zum Königssee reichte. Von dort aus erreichte die Heideböcke ein Dankesschreiben nach einer gemeinsamen gelungenen Veranstaltung in Oppenwehe.

Ebenfalls im Jahre 1969 knüpften die Heideböcke Kontakte zu einem ähnlichen Verein in Amelinghausen in der Lüneburger Heide. Beide Vereine trafen sich in den folgenden Jahren regelmäßig.

Ein Höhepunkt im Vereinsrückblick ist das 1970 vom WDR-Reporter Eitel Riefenstahl geführte Hörfunk-Interview mit dem langjährigen Vorsitzenden Egon Rehburg (Ehrenvorsitzender) und dem Kassierer Günter Franz. In der Montagssendung „Heute Morgen“ wurde es landesweit ausgestrahlt.

Regelmäßig besuchten die Vereinsmitglieder auch Veranstaltungen zur Pflege der Dorfgemeinschaft, darunter Pokalturniere im Schießsport, Doppelkopf- und Skatturniere und vieles mehr.

In den folgenden Jahren veranstalteten die Heideböcke mehrere Fußballspiele, deren Erlös dem Altenclub, der Lebenshilfe oder dem Kindergarten in Oppenwehe zugute kam. 1976 wurde auf Initiative der Heideböcke erstmals das bis zum heutigen Tage beliebte Firmenpokalturnier veranstaltet. Der Erlös hieraus fließt den Jugendabteilungen der Vereine zu.

Ein Jahr später entzündeten die Heideböcke das erste öffentliche Osterfeuer. Dieses wird heute nur noch für Vereinsmitglieder veranstaltet. 1982 kam ein internes Heidebockschießen hinzu, welches im Laufe der Jahre durch ein Boßel-Turnier ersetzt wurde. Von der Oppenweher Bevölkerung gut angenommen wird auch die Tannenbaumabholaktion im Januar, deren Erlös der Behindertenwerkstatt in Niedermehnen zur Verfügung gestellt wird.

Der Verein wurde zuerst von Hans-Jürgen Henke geleitet. Ihm folgten sein Bruder Egon Henke, Egon Büttemeier, Siegfried Biebusch, Egon Rehburg, Hans-Rudolf Galla, Karl-Heinz Leermann, Wilfried Waering, Ulli Rehburg und bis heute Andreas Martens. Zur heutigen Vorstandscrew gehören zudem der zweite Vorsitzende Olaf Meuser, Kassierer Daniel Spreen und Schriftführer Heiko Becker. Die „Lustigen Heideböcke“, die eine begrenzte Mitgliederzahl von 40 haben, gründeten 1987 auch eine Altbock-Abteilung, wo die über 50-Jährigen unter ihrem Sprecher Jürgen Peglow vereinigt sind.

Zum Jubiläum wurde eine Festschrift mit kleiner Chronik erstellt, die beim Vorstand nach dem Fest erworben werden kann. - bo

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