Stephan Leonhardt bringt Buch „Historisches aus Stemwede“ heraus

Regionale Geschichtsforschung

Ein wichtiger Teil der Geschichte Stemwedes auf rund 140 Seiten: Autor und Hobbyhistoriker Stephan Leonhardt (l.) sowie Bürgermeiser Kai Abruszat präsentieren das Buch „Historisches aus Stemwede“. - Foto: Bokelmann

Stemwede - Zunächst arbeitete Stephan Leonhardt an Texten über seine eigenen Ahnen, daraus entstand eine Schriftensammlung über den Dreißigjährigen Krieg. Nachdem diese Themen abgearbeitet waren, wandte sich der Wehdemer den Flurnamen zu und stieß schließlich auf die Landwehren. So folgte Seite auf Seite. Jetzt hat Leonhardt sein Buch „Historisches aus Stemwede“ veröffentlicht.

Der geschichtsinteressierte Hobbyautor hat darin auf rund 240 Seiten Fakten über seine Heimat zusammengestellt. In drei Kapiteln widmet er sich verschiedenen Themen der Geschichtsforschung: Zu Beginn beleuchtet Leonhardt den Dreißigjährigen Krieg und dessen Auswirkungen auf die Bevölkerung im Stemweder Land, im zweiten Teil erfolgen Erklärungen zu den Wehdemer Flurnamen und zum Schluss geht es um die Landwehren.

Doch die Lektüre bietet nicht nur ausschließlich nüchterne historische Informationen. Leonhardt stellt in dem Buch immer wieder Fragen, um dem Leser Denkanstöße zu geben. Drei Jahre lang hat er eigenen Angaben zufolge an dem Buch gearbeitet. „Zwischendurch habe ich meine Forschungen in den Heimatvereinen vorgestellt“, so Leonhardt.

Über den Arbeitsprozess sagt er: „Es kam so viel Material zusammen, als ich erstmal im Fluss des Recherchierens war. Ich habe neue Karten gefunden, Impulse über das Internet bekommen und mit Informanten gesprochen.“ Während er bei den Hintergründen zu den Wehdemer Flurnamen auch mit Zeitzeugen aus der Region gesprochen hat, waren ihm zum Thema Dreißigjähriger Krieg das Stadtarchiv in Lübbecke und Archivarin Christel Droste eine große Hilfe.

Zudem hat er Hinweise aus existierenden Heimatbüchern aufgegriffen und über einen Bekannten in Amerika Einblicke in alte Kirchenbücher der Wehdemer Gemeinde erhalten. „Bei dem Kapitel über die Entstehung der Flurnamen hat mir auch die Gemeinde geholfen“, ergänzt Leonhardt, der sich insbesondere bei Manfred Südmeyer und Cord Hegerfeld bedankt, die ihn mit Kartenmaterial unterstützt haben.

Auch finanziell beteiligt sich die Gemeindeverwaltung an den historischen Ausführungen Leonhardts. „Unser Ratsmitglied hat ein bemerkenswertes Buch verfasst, das sich mit einem besonderen Zeitraum der deutschen Geschichte beschäftigt“, lobt Bürgermeister Kai Abruszat das Werk. „Auch wenn unsere Gemeinde noch sehr jung ist, so ist es wichtig an die Ursprünge der Region anzuknüpfen“, so der Verwaltungschef.

Abruszat lobt die Ehrenamtlichen, „für die Heimatpflege ein Selbstverständnis ist“, sagt er mit Blick auf die Ortsheimatpfleger. Für deren Arbeit hat die Verwaltung im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr Abruszat zufolge die finanziellen Mittel aufgestockt – „als Zeichen der Werschätzung, denn die Ortsheimatpfleger und weiteren Hobbyhistoriker leisten eine wichtige Arbeit“.

Ein vorrangiges Ziel von Stephan Leonhardt bei seinen Recherchen war übrigens nicht das Buch selbst. „Mir ist es wichtig, mein Wissen den Bürgern zugänglich zu machen“, betont der Wehdemer.

Über die Erforschung der Flurnamen der weiteren Stemweder Ortsteile würde sich Stephan Leonhardt freuen. „Mit dem Buch möchte ich einen Anreiz schaffen, sich mit der Geschichte seiner Heimat zu beschäftigen. Ich denke, meine Texte sind eine gute Anleitung dazu“, sagt der Wehdemer, der sich über Interesse von Hobbyhistorkern freut und ihnen auch gerne beratend zur Seite steht, wie er anmerkt.

Das Buch „Historisches aus Stemwede“ gibt es zum Preis von 14,95 Euro bei folgenden Anlaufstellen: im alten Amtshaus in Levern, bei Leupold in Wehdem und bei Schlöder in Dielingen. Außerdem will Leonhardt seine Ergebnisse beim Wehdemer Weihnachtsmarkt am Sonntag, 27. November, im Heimathaus vorstellen. Dort wird auch das Bild des Buchcovers aufgehängt, verrät Leonhardt. Dieses zeigt einen Kartenausschnitt – ein nicht maßstabgetreuer Handriss der Siedlung Mesenkamp in Wehdem um das Jahr 1776. - abo

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