Wegen schwacher Auslastung geringe Priorität

Radweg an L 767 in Levern in weiter Ferne

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Eng und unübersichtlich: An der Maschstraße in Levern reichen Bebauung und Bäume mit Alleecharakter bis dicht an die Fahrbahn der Landesstraße. Die Chancen für einen Radwegebau durch die Gemeinde Stemwede stehen deshalb schlecht.

Levern - Die L 767 (Maschstraße) in Levern soll sicherer für Fußgänger und Radfahrer werden. Anlieger fordern das schon lange, denn die Straße ist eng und unübersichtlich. Zwei Radfahrer sind bei Unfällen gestorben. Am Dienstag stand das Thema erneut im Stemweder Betriebsausschuss auf der Tagesordnung.

Dass Straßen NRW in den nächsten zehn Jahren einen Radweg entlang der Verbindung zwischen Ortskern und Sportplatz bauen wird, damit ist nicht zu rechnen. Aufgrund der „schwachen Verkehrsbelastung sowie dem vergleichsweise guten Ausbauzustand“ steht die Maßnahme in der landesweiten Priorisierung auf einem nachrangigen Platz.

Einen Radwegebau durch die Gemeinde Stemwede hat Straßen NRW aufgrund der beengten Verkehrssituation abgelehnt. Die Fahrbahn in der Ortsdurchfahrt weise teils kaum 5,30 Meter auf. Ferner reiche die Bebauung bis dicht an die Straße heran. 

Die Seitenräume seien teilweise kaum 1,50 Meter breit, führt Straßen NRW unter anderem an. Er würde daher die Alternativstrecke befürworten, erklärte Bürgermeister Kai Abruszat. Die führt über gemeindliche Wirtschaftswege und einen Grasweg. Ihn auf rund 400 Metern mit Schotter und Deckschicht herzurichten, würde etwa 30.000 Euro kosten.

„Es macht keinen Sinn, 30.000 Euro auszugeben. Der Weg wird nicht genutzt“, argumentierte Wilhelm Riesmeier (SPD). „Er ist ein zu großer Umweg und nutzt den Anwohnern an der Engstelle nicht.“ Die SPD schlage daher vor, die Flächen, die man bekommen könne, zu kaufen und von Norden und von Westen in Abschnitten als Bürgerradweg zu bauen.

Die Nutzung der Alternativroute für fraglich halten auch Andrea Herrmann (Grüne), Jürgen Lückermann (FWG) und Wolfgang Fricke (FDP). Den Radweg stückweise zu bauen, provoziere durch das Hin- und Herwechseln der Radfahrer neue Gefahrenstellen, sind sich Fricke und Lückermann zudem einig. 

Eine Stückelung ist auch für Andreas Weingärtner (CDU) kein gangbarer Weg. „Wir wüssten gern, wie der TuS Levern die Alternativroute sieht.“ „Wir reden über eine Straße, die uns nicht gehört“, unterstrich Abruszat. Straßen NRW habe klar gemacht, dass ein Radwegebau in Trägerschaft der Gemeinde nicht möglich sei. „Die Sache ist ausgeprüft.“ 

Das andere sei zumindest eine Alternative. Beschlossen wurde die noch nicht. Die Mitglieder des Betriebsausschusses sprachen sich dafür aus, die Entscheidung zu vertagen und zunächst die Rückmeldung des TuS Levern abzuwarten.

SoR

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