Globetrotter Fred Klein berichtet über Reiseerfahrungen in Australien und Neuseeland

Polizisten hocken hinter jedem Busch

Fred Klein freute sich über Besuch von Weltenbummlerin Annemarie Klein. Während er mit seinem Motorrad unterwegs war, bereiste seine Namensvetterin die Welt mit dem Fahrrad.  - Foto: Mühlke

Wehdem - Er hat die ganze Welt bereist und sich damit seinen ganz großen Traum erfüllt: Fred Klein startete 2005 in seinem Heimatort Espelkamp zur großen Tour. „In einem, höchstens zwei Jahren seht ihr mich wieder“, verabschiedete er sich von seinen Freunden. Nix da. Exakt sieben Jahre und drei Monate war der Weltenbummler mit seinem Motorrad unterwegs.

Im Wehdemer Life House berichtete er auf Einladung des Vereins für Jugend, Freizeit und Kultur von seiner ereignisreichen Reise. In einer Multivisionsshow zeigte Klein am Montagabend Stationen der Etappe, die ihn von Australien auf die Südinsel von Neuseeland führte. Zu Gast hatte Klein an diesem Abend Annemarie Klein, eine Globetrotterin, die er in Sikkim in Nordindien erstmals getroffen hatte und die er auf seiner Reise, weit mehr als ein Jahr später in Kambodscha, erneut traf. Seine Namensvetterin aus dem Süden Deutschlands war ebenso sieben Jahre auf Tour, allerdings mit dem Fahrrad. In Südneuseeland liefen sich die beiden Deutschen erneut über den Weg. „Ich freue mich sehr, dass Annemarie zu meinem Reisebericht nach Wehdem gekommen ist“, so Fred Klein. Viele Erinnerungen an eine großartige Reise verbindet die beiden.

Insgesamt hatte Klein auf seiner Tour rund 300.000 Kilometer zurückgelegt und 40 Länder bereist. 44 Jahre alt sei er beim Start gewesen, 52 Jahre bei seiner Rückkehr. Sein jüngster Reisebericht führte die rund 70 Zuschauer nach Down Under. Faszinierendes war zu erfahren, aber auch jede Menge Insiderwissen, beispielsweise, dass die Gebühren für die Hafenbrücke in Sidney für Pkws und Motorräder nur zu entrichten seien, wenn man in die Stadt hineinfahre. Die Rückfahrt sei kostenlos. Auf Geschwindigkeitskontrollen sollten Reisende auf dem fünften Kontinent besonders achten. Hinter Hecken und Büschen versteckt, lauere oft die Polizei, um Temposünder zu stellen. Während seiner Reise sei er auch einer regulären Arbeit nachgegangen, berichtete Klein. Auch wenn er stets sparsam gelebt und nur wenige Euro im Monat ausgegeben habe, seien die Ersparnisse irgendwann verbraucht gewesen.

Gut zwei Stunden lang berichtete der Weltreisende von einer mitreißenden Tour, die höchstwahrscheinlich nur die wenigsten Menschen in ihrem Leben unternehmen werden. 

hm

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