Leverner geben bei Versammlung Ausblick

Heimatvereine wollen enger zusammenrücken

Stemwedes Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier (r.) freut sich auf gemeinsame Aktionen der Leverner mit anderen Heimatfreunden. Er selbst fühlt sich dem Heimathaus um dessen Leiter Heinrich Rust sehr verbunden und war auch im Sommer bei den Ferienspielen vor Ort. Archivfoto: Bokelmann
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Stemwedes Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier (r.) freut sich auf gemeinsame Aktionen der Leverner mit anderen Heimatfreunden. Er selbst fühlt sich dem Heimathaus um dessen Leiter Heinrich Rust sehr verbunden und war auch im Sommer bei den Ferienspielen vor Ort. Archivfoto: Bokelmann

Levern - Die Dokumentation der Ortsgeschichte im Heimathaus, Beiträge zum Tourismus in Stemwede durch das Team „Erlebnisführungen“ und Einsätze für die Pflege des Ortsbildes: Der Heimatverein Levern ist aus dem Stiftsdorf nicht mehr wegzudenken. Eine Bilanz des vorigen Jahres und der Ausblick auf die kommenden Jahre standen jetzt bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Meyer-Pilz auf der Tagesordnung.

Vorsitzender Joern Spreen-Ledebur, die stellvertretende Vorsitzende Christel Bade und Schatzmeister Wilhelm Bischof freuten sich über die gute Resonanz und ließen das vergangene Jahr Revue passieren.

Der Vorstand dankte zunächst allen, die sich für den Heimatverein einsetzen. Mit rund 40 Besuchergruppen könne man zufrieden sein, merkte Ingrid Hölscher vom Team „Erlebnisführungen“ an. Neun Gruppen seien aus der Gemeinde Stemwede bei Führungen dabei gewesen. So viele Gruppen habe man bisher noch nie aus der Gemeinde zu Gast im Stiftsdorf gehabt. Der Heimatverein habe so seinen Beitrag geleistet, den Tourismus in Stemwede zu unterstützen, ergänzte der Vorstand.

Dieser dankte Ortsheimatpflegerin Karin Klanke und allen Mitwirkenden für den Rundgang anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes in Levern am 4. April 2015. Mit mehr als 70 Gästen sei die Resonanz deutlich besser gewesen als erwartet. Viele positive Rückmeldungen habe es gegeben – auch von Gästen aus Rahden und Espelkamp.

Heinrich Rust, Leiter des vom Heimatverein getragenen Heimathauses, freute sich über rund 1000 Besucher im Museum. Neben Ferienspiel-Kindern sowie jungen Gästen aus Kindergarten und Grundschule seien unter anderem auch Gäste aus den USA sowie aus den Niederlanden im Museum gewesen und hätten sich dort über die Heimat ihrer Vorfahren informiert.

Rust freute sich auch, dass im Heimathaus jetzt standesamtliche Trauungen möglich sind. Er erinnerte daran, dass die Präsentation in der Ausstellung stets überarbeitet werde, um den Gästen immer wieder Neues zu zeigen. Der Fundus des Museums biete die Möglichkeiten dazu. Derzeit dokumentiert das Heimathaus-Team das Schicksal von Evakuierten und Flüchtlingen, die während oder nach dem Zweiten Weltkrieg in den Raum Levern kamen. Das sei gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Flüchtlings-Thematik aktuell, merkte Rust an. „Die Leute damals waren genau so ein Spielball wie die Flüchtlinge heute.“

Das Vorstandsteam erklärte während der Versammlung, dass die Leverner Heimatfreunde mit Heimatfreunden aus benachbarten Vereinen aus Stemwede, Varl/Varlheide, Kleinendorf und Wehe enger zusammenrücken und sich intensiver austauschen wollen. Dazu zählt nach Angaben des Vorstands der Gedankenaustausch, aber auch weitere gemeinsame Veranstaltungen. So soll es im Mai unter anderem eine Halbtagesfahrt nach Osnabrück geben, im November eine Kohltour um den Stiftshügel.

Stemwedes Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier begrüßte die Überlegungen der Leverner zu gemeinsamen Aktionen mit anderen Heimatfreunden. „Es freut mich auch als Gemeindeheimatpfleger, dass sich da was tut.“ Winkelmeier lud alle interessierten Heimatfreunde aus dem Lübbecker Land und der niedersächsischen Nachbarschaft zu einer Sternwanderung für den 12. Juni in den Stemweder Berg ein.

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