10 Jahre Verein „Raum für Gemeinde“

Leben ist Begegnung

Für ein Haus, in dem Veranstaltungen abgehalten werden können, setzt sich „Raum für Gemeinde“ ein. Das zehnjährige Bestehen feierten unter anderem (v.l.): Theo Frenzel, Kai Abruszat, Michael Beening, Wilfried Thünemann, Norbert Voigt und Ewald Sandmöller

Dielingen - Einen Raum für die Menschen in der Gemeinde zu schaffen, einen Platz, an dem man sich treffen kann und Vereinen und Gruppen ein Zuhause bieten – das ist die Idee, die hinter dem Dielinger Gemeindehaus steht. Ein Haus, das seit nunmehr zehn Jahren in privater Hand eines engagierten Vereins ist. „Raum für Gemeinde“ hat sein Augenmerk auf den Erhalt des großen Gebäudes im Herzen Dielingens gelegt und verwaltet seither die Nutzung der Räumlichkeiten.

Norbert Voigt, zweiter Vorsitzender von „Raum für Gemeinde“, freute sich, am Freitagabend viele Gäste beim Festakt im Dielinger Gemeindehaus begrüßen zu können. Neben Grußworten vieler Gäste standen nette Unterhaltung mit Sing- und Songwriter Achim Bütow und ein abschließendes Beisammensein mit Snacks und Getränken auf der Tagesordnung.

Blumen gab es für die „Seele des Hauses“ Angela Rott von Ewald Sandmöller. - Fotos: Mühlke

Die Kirchengemeinde hatte seinerzeit deutlich gemacht, dass sie das 1974 erbaute Haus nicht unterhalten könne – der Abriss stand bevor. In Dielingen gründeten arbeitsame Bürger 2005 den Verein „Raum für Gemeinde“ und erwarben am 1. November 2006 das Gebäude, das sich in einem sehr schlechten Zustand befand.

„Im Keller stand das Wasser, weil das Flachdach undicht war und auch das Grundstück war zugewuchert“, erinnerte sich Ewald Sandmöller, erster Vorsitzender des Vereins. „Wir haben die Flachdachkonstruktion komplett entsorgt, Küche und sanitäre Anlagen erneuert und alle Räume renoviert“, erinnerte Sandmöller an erste Erhaltungsmaßnahmen. Auch die Außenanlage erhielt eine neue Struktur. „Es war nur mit vielen Spenden und Zuwendungen möglich, die Kosten hierfür aufzubringen.“

In den darauf folgenden Jahren erhielt das Dach ein Fotovoltaikanlage und das Gebäude selbst wurde mit zeitgemäßer Medientechnik ausgestattet. „Inzwischen wird das Haus regelmäßig genutzt. Hier werden Versammlungen abgehalten und Feste gefeiert“, freut sich der Vorsitzende. Unverzichtbar sei die Hilfe etlicher ehrenamtlicher Helfer. „Ohne sie liefe der Laden nicht!“, machte Sandmöller deutlich und hielt für die „Seele des Hauses“ Angela Rott einen Blumenstrauß als Dankeschön bereit.

Unterhielt ganz wunderbar mit kleinen Geschichten und Musik: Sing- und Songwriter Achim Bütow.

„Gut, dass es den Verein ‚Raum für Gemeinde‘ gibt, der sich engagiert hat und dieses Haus an die Hand genommen hat“, zollte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat den betriebsamen Mitgliedern Respekt und Anerkennung, dieses Wirken sei ein Musterbeispiel bürgerschaftlichen Engagements. Solche Stätten der Begegnung zu erhalten, mache den Zusammenhalt eines Dorfes aus.

Nachdem Hobbyhistoriker Wilfried Thünemann die Geschichte des Hauses, das 1974 in nur einem halben Jahr erbaut wurden – Kostenpunkt: 850 000 Deutsche Mark – anhand vieler gesammelter Presseberichte dokumentiert hatte, stellte Ortsheimatpfleger Theo Frenzel die Bedeutung des Gemeindehauses heraus. „Das Motto dieses Hauses ist: Leben ist Begegnung“, stellte er klar. Hier fände Begegnung statt, es sei der Treffpunkt vieler Gruppen. „Das Gemeindehaus ist zentraler Ortsmittelpunkt, für jeden erreichbar und außerdem barrierefrei.“

Als lobenswertes Engagement sah auch Pfarrer Michael Beening die Bemühungen zum Erhalt des Gemeindehauses und wünschte dem Verein „ein bisschen mehr“ an gut besuchten Veranstaltungen sowie Sensibilität in der Veranstaltungsplanung. Diesen Wünschen schloss sich „Rentnerpastor“ Wilhelm Dullweber an und appellierte an alle Anwesenden: „Lasst den Verein nicht alleine in seinen Bemühungen. Vertraut den neuen Wegen und seht zu, dass das Haus immer voll ist.“ - hm

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