Stemweder Kulturring startet ins zweite Halbjahr

Kinder schlichten Streit mit Gesang und Tanzeinlagen

Im zweiten Teil streiten sich die Präsidenten der vier Himmelsrichtung, wer die meiste Macht hat. - Fotos: Bokelmann

Wehdem - Wir sind alle ein Teil der Schöpfung und nicht Herrscher über die Welt. Das ist die Aussage des Musicals „Der blaue Planet“, das Schüler des Musikschulverbands Espelkamp-Rahden-Stemwede am Mittwochabend auf Einladung des Stemweder Kulturrings in der Begegnungsstätte aufführten.

Das Stück von Peter Schindler, das im vergangenen Jahr beim Kinderchortag uraufgeführt wurde, ist speziell für junge Musiker und Chöre konzipiert und so gingen die Musikschüler bei ihrem Auftritt voll in ihren Rollen als eines der vier Elemente oder als Präsident auf.

Bis zum Schluss probten die Jungen und Mädchen – während Eltern, Großeltern und Geschwister sich bereits einen Platz in der Begegnungsstätte suchten, ging Leiterin Mechthild Bräkling noch einmal die Szenen mit den jungen Darstellern durch – und die lieferten schließlich eine sehenswerte Leistung.

Streit über das wichtigste Element der Schöpfung

Im ersten Akt treffen die vier Elemente aufeinander. Es entfacht ein Streit über das wichtigste Element der Schöpfung: Feuer, Wasser, Erde und Luft wollen diesen Titel allesamt für sich beanspruchen. Verdeutlicht in Form von bunten Tüchern, stellten die Elemente-Kinder ihre Vorteile heraus, doch einig wurden sie sich nicht. Durch die Unruhen entstehen Wirbelstürme, Hochwasser, Feuersbrünste und Vulkanausbrüche und drohen die Welt zu zerstören.

Unter der Leitung von Mechthild Bräkling (r.) führten rund 50 Kinder das Musical „Der blaue Planet“ in Wehdem auf.

Die Schlichtung des Streits um Eitelkeiten gelingt am Ende drei Kindern, die mit klarer und deutlicher Stimme ihre Botschaft sangen: Nur alle zusammen können Leben ermöglichen. Überhaupt regte das Kindermusical zum Nachdenken über das Verhalten der Menschen an, weil die Kinder die Texte ausdrucksstark sangen. Stets waren die Augen der Musicaldarsteller sowie der Instrumentalisten (Klavier, Geige, Querflöte, Saxophon) auf Musikschullehrerin Bräkling gerichtet, die sich am Ende über den Applaus ebenso freute, wie die Kinder.

Doch nicht nur die Stimmen der rund 50 Kinder begeisterten das Publikum, sondern auch die Tanzeinlagen, die zum Stück „Der blaue Planet“ gehören und beim Musikschulverband von Choreografin Anna Nasirov beigetragen wurden.

Auch der zweite Teil des Musicals dreht sich um Besitzansprüche und Unstimmigkeiten – diesmal zwischen den vier Himmelsrichtung-Präsidenten. Jeder will der Größte, Beste und Wichtigste sein. Die politischen Unruhen drohen die Welt zu zerstören und wieder greifen Kinder ein und machen darauf aufmerksam: „Der Mensch ist ein Teil der Welt, die am Leben hält.“ Am Ende stimmten die Kinder als großer Chor harmonisch das Abschlusslied an.

Es folgt das Stück „Kufuna Kifaru – Nashörner zähmen“

Nicht das Ende, sondern vielmehr den Start in die neue Saison bedeute die Aufführung des Kindermusicals am Mittwochabend für den Stemweder Kulturring. So folgt am Donnerstag, 15. September, das Theaterstück „Kufuna Kifaru – Nashörner zähmen“, am 15. Oktober ab 20 Uhr kommt Kabrettist Jens Neutag nach Stemwede.

Das komplette Programm für das zweite Halbjahr finden Interessierte im aktuellen Programmheft des Stemweder Kulturrings, für weitere Informationen können sie eine E-Mail an kulturring-stemwede@online.de schicken. 

abo

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