Diverse Aktionen zum Weltkindertag: Puzzlebaum, Umfrage und Theaterstück

Kinder haben auch Rechte

Die Kinder unterstützten ihre Einrichtungsleiter Christian Herrmann (Levern), Monika Hartmann (Niedermehnen) und Stefanie Klepper (Westrup; v.l.) bei der Umfrage im E-Center in Levern, um herauszufinden, welche Begriffe mit dem Wort Zuhause verbunden werden. - Foto: Bokelmann

Stemwede / Rahden - Schutz, Vertrauen, Geborgenheit, Liebe und Freiheit – abgesehen von den Grundbedürfnissen sind das Dinge, die Kinder brauchen, um behütet aufzuwachsen. Doch nicht alle Jungen und Mädchen haben das Glück, einen geschützten Raum zu haben, in dem sie Kind sein dürfen. Darauf machte der Weltkindertag aufmerksam, der am Dienstag unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“ stand. In Stemwede und Rahden gab es insbesondere für Kindergartenkinder, aber auch Grundschüler Aktionen, um auf die Rechte von Kindern hinzuweisen.

Die oben genannten Wörter standen daher neben vielen weiteren an der Pinnwand im Leverner E-Center von Stefan Hartmann. Dort hatten die Kinder aus den AWO-Familienzentren Niedermehnen und Levern sowie aus der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ aus Westrup gemeinsam mit ihren Einrichtungsleitern eine Umfrage unter den Kunden gestartet. „Was bedeutet Zuhause für Sie?“, sollten die Männer und Frauen am Vormittag aufschreiben. Im Gegenzug erhielten sie Informationen zum Aktionstag, den die drei Einrichtungen seit einigen Jahren schon in Gemeinschaft gestalten.

Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat begrüßte die Schüler zum Weltkindertag an der Haldemer Grundschule. - Foto: Mühlke

Das E-Center sei ein idealer Ort, weil viele Leute dort erreicht werden, findet Monika Hartmann. Die Leiterin des Niedermehner Familienzentrums ist der Meinung, dass „man nicht oft genug auf die Rechte der Kinder aufmerksam machen kann“. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern, ständen die Jüngsten in Deutschland nicht an erster Stelle, weil ihre Rechte nicht im Grundgesetz verankert seien, so Hartmann. Sie bedauert, dass Kinderarmut derzeit wieder einen aktuellen Bezug hat. „Es sind so viele Kinder auch ohne ihre Eltern auf der Flucht“, beschreibt Hartmann die Lage.

„Heute laden wir die Stemweder ein, mit uns über das Thema zu sprechen“, sagte die Einrichtungsleiterin, während die Kinder, die im kommenden Jahr in die Schule wechseln, fleißig bunte Bilder malten, auf denen sie ihr Zuhause visualisierten. „Kinder sind unsere Zukunft“, appellierte Hartmann gemeinsam mit ihren Kollegen Christian Herrmann von der Leverner AWO-Einrichtung sowie Stefanie Klepper von der Westruper „Rappelkiste“ an die Kunden des E-Centers, die als Erinnerung an die Aktion zum Weltkindertag einen Infoflyer mit Teeproben geschenkt bekamen.

Buntes Treiben herrschte am Vormittag indes auf dem Schulhof der Haldemer Montessori-Grundschule. Mädchen und Jungen bemalten dort Holzpuzzleteile, die später zu einem Baum zusammengesetzt wurden. Dazu hatte die Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus eingeladen, außerdem gab es jede Menge bunter Luftballons und einen gut frequentierten Waffelstand. Lothar Pannen als Geschäftsführer der Kinderhäuser freute sich, zum zweiten Mal beim Weltkindertag mit der Haldemer Grundschule zu kooperieren.

„Mit der Aktion machen wir auf die Interessen, Rechte und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam“, so Pannen. „Kinder haben Rechte und dürfen etwas sagen“, richtete er das Wort an die Kinder – auch im Hinblick darauf, dass Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat bei der Veranstaltung dabei war. Pannen ermutigte dem Nachwuchs: „Nutzt die Chance, dem Bürgermeister etwas zu sagen!“ „Das ist ein toller Tag“, so der Verwaltungschef, „heute steht ihr Kinder im Mittelpunkt“.

„Kindern ein Zuhause geben“ – das will auch Schulleiterin Martina Weiffen-Flore. „Das Schulhaus bietet Kindern etwa über die Hälfte des Tages ein Zuhause – Grund genug, sich dort wohlzufühlen.“ Nachdem die Puzzleteile bemalt und zusammengesetzt waren, sollen die Puzzlebäume künftig das Schulgebäude zieren. Auch im Kinderhaus würden einige aufgehängt, erklärte Thomas Cordes als Fachbereichsleiter für Kommunikation im Kinderhaus. Auch wird sich die Stiftung wieder am Kinderkalender beteiligen, der zum Jahresende herausgebracht werden soll.

In Rahden kamen die Kindergartenkinder aller acht Einrichtungen im Stadtgebiet anlässlich des Weltkindertags übrigens in den Genuss einer Theateraufführung. Das Puppentheater Lila Bühne aus Barntrup spielte mehrfach das Stück „Bruder Bär und Schwester Frosch…“ im Foyer der Stadtsparkasse für die Gruppen. - abo / hm

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