Karl-Heinz Lösche erlebt Abendteuer

Oppendorfer auf Trekking-Tour durch Ladakh

Die einheimischen Führer brachten Karl-Heinz Lösche (2. v.l.) und den anderen Trekking-Teilnehmern die Landschaft und Kultur Indiens näher. Auf dem Foto ist die Gruppe gerade auf dem Gipfel Konga Ri (5 740 Meter) angekommen. - Foto: privat

Oppendorf / Ladakh - Eine enorme Ausdauerleistung unter chronischem Sauerstoffmangel bedeutet eine Trekkingtour durch Ladakh. Die Erfahrung des Höhenbergsteigens hat nun Karl-Heinz Lösche gemacht. Der Oppendorfer hatte in Indien in 5 000 Metern Höhe nur noch circa 50 Prozent Sauerstoff zur Verfügung. Doch die Strapazen wurden durch die Aussicht auf die Landschaft und Einstellung der Einheimischen aufgewertet, so Lösche nun im Reisebericht über seine Trekkingtour.

„Ladakh ist das Land der hohen Pässe“, erklärt Lösche zu Beginn sein Reiseziel. Täler in einer Höhe zwischen 3 500 und 4 000 Meter und Berge von über 6 000 Meter Höhe seien dort keine Seltenheit. Im Sommer herrschen dort häufig Temperaturen von 30 Grad Celsius. Die Winter sind trocken und kalt mit bis zu minus 30 Grad Celsius. Doch wo ist Ladakh eigentlich? Die Division des indischen Bundesstaates Jammu und Kashmir liegt im Norden von Indien.

Dort verbrachte der 61-jährige Karl-Heinz Lösche insgesamt elf Tage. Doch von Anfang an: Nach der Anreise von Frankfurt über Abu Dhabi nach Delhi kam der Stemweder nach 18 Stunden in Leh an. „Der Flug von Delhi nach Leh ist spektakulär“, berichtet Lösche und beschreibt, wie morgens der Flieger im Nebel und Smog der 14-Millionenstadt aufsteigt, in klarer Luft die verschneiten Himalayahauptkämme überwindet und im Industal landet.

Nach ein wenig Erholung begann für den Mechanikermeister dann das Abenteuer: Am zweiten Tag standen Besichtigungen auf dem Programm: zunächst die Klöster Spituk und Sankar. Dort erfuhren die Ausflügler von dem Bergführer, dass der Dalai Lama zufällig in Leh sei. „Das Spektakel ließen wir uns natürlich nicht entgehen“, so Lösche.

Am dritten Tag ging das Trekking los. Der Ausgangsort Stock liegt auf 3 600 Meter. Dort richtete die Gruppe das Lager her. Elf Nächte im Zelt lagen zu diesem Zeitpunkt vor den Indien-Touristen – ohne Dusche und sanitäre Anlagen. „Aber die Landschaft und die Gastfreundschaft der Einheimischen entschädigen das“, fügt Karl-Heinz Lösche hinzu.

Seine Gruppe bestand aus 13 Personen, die aus verschiedenen Teilen Deutschlands nach Indien gereist waren. Begleitet wurden sie von einer einheimischen Mannschaft, bestehend aus zwei Bergführern, zwei Köchen, vier Küchenhelfern, drei Pferdetreibern, sowie 21 Pferden, die das Gepäck trugen.

Nach einer Eingewöhnung ging es über den 4 800 Meter hohen Stock La (Pass). Am Folgetag erreichten die Trekking-Teilnehmer die 5 000er-Grenze. In der zweiten Hälfte des Trekkings ging es durch das Markha Tal – „immer rauf und runter“, fasst Lösche zusammen.

Die letzten drei Tage verbrachte die Gruppe im Hochlager auf 5 100 Meter, bevor sie sich den Aufstieg des Konga Ri mit 5 740 Metern als höchsten Punkt des Trekkings vornahm. „Der letzte Tag war richtig anstrengend“, so der Oppendorfer. Als Trekkingfinale überschritt er gemeinsam mit den anderen den Kongmaru La mit 5 300 Metern. In den elf Tagen der Trekkingtour hat der 61-Jährige insgesamt stolze 145 Kilometer zurückgelegt sowie 7 480 Höhenmeter.

„Von den Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und Pakistan haben wir während der Tour nichts bemerkt“, sagt Lösche abschließend. Er ist von einer „sehr schönen Reise mit vielen interessanten Begegnungen“ tief beeindruckt. Die Menschen seien der Gruppe offen und freundlich begegnet, so der Stemweder, der neben exotischen Reisen auch Fotografieren zu seinen Hobbys zählt.

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