Oppenweher Laienspielschar begeistert Publikum mit turbulentem Dreiakter

Glitzer, Kitsch und Feinripp-Schlüpfer

Auf der Bühne, die mit viel Glitzer und Kitsch geschmückt war, ging es turbulent zu. - Fotos: Schmidt

Oppenwehe - Eine Travestie-Bar im Ausnahmezustand, Notlügen und jede Menge Chaos – so lässt sich die Handlung des neuen Stückes der Oppenweher Laienspielschar zusammenfassen. Eine Mischung, die ankommt. Bei der Premiere von „Paradiesvogel in’n Fienripp-Schlüpper“ am Sonntag im Saal von Meiers Deele brachten die Mimen ihr Publikum immer wieder zum Lachen, Applaudieren und Jubeln.

Bei dem Stück handelt es sich um einen Dreiakter. Geschrieben hat ihn Jennifer Hülser, ins Plattdeutsche übersetzt Helmut Schmidt.

Die Geschichte spielt sich in der Travestie-Bar „Paradiesvogel“ ab. Von einen Tag auf den nächsten überschlagen sich die Ereignisse in dem Lokal, das Hannes (gespielt von Sven Winkelmann) zusammen mit seinem Lebensabschnittsgefährten Dennis (Stephan Köllner) betreibt. Das Fernsehen kündigt sich an, ebenso wie Hannes’ Mutter (Michaela Spreen). Schwer zu sagen, was mehr Aufruhr auslöst – immerhin weiß Hannes’ Mutter nicht, dass ihr Sohn auf Männer steht. Was folgt, sind turbulente Tage. Hier fällt jemand in Ohnmacht, da explodiert eine Mikrowelle. Zu allem Überfluss steht dann auch noch der Bürgermeister (Dirk Priesmeier) vor der Tür.

Zu den Höhepunkten des Stückes, das die Laienspieler am Sonntag vor einem voll besetzten Saal präsentierten, gehören Showeinlagen von Hannes (eigenen Angaben zufolge ein „Showgirl durch und durch“) und Dennis. Zusammen trällern sie unter anderem France Galls’ „Zwei Apfelsinen im Haar“. Dabei tragen sie lediglich einen Bastrock, ein spärliches Oberteil aus Kokosnuss-Schalen und, passend zum Lied, Apfelsinen im Haar und Bananen an den Hüften. Passend zu diesen Auftritten dominieren beim Bühnenbild klischeehaft Glitzer, Glanz, bunte Lichter und ganz viel Kitsch.

Mit auf der Bühne standen außerdem Barfrau Eloise (Katja Döhnert), die Journalistin vom Lokalsender (Ina Büttemeier) und ihr Kameramann (Hendrik Pieper) sowie Köchin Mathilda (Kathrin Nagel), für die ein Drei-Gänge-Menü aus Brötchen, Frikadelle und Senf besteht.

Alle überzeugten auf der Bühne, von Unsicherheit keine Spur. Nicht nur durch lustige Dialoge unterhielten sie ihr Publikum bestens, auch ihre Spielfreude steckte an. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche weitere Beteiligte, darunter Annette Köllner, Frauke Spreen (Regie), Andrea Melcher, Alfred Melcher und Iris Staas-Johan.

Was nach drei Akten bleibt, sind sie Erinnerung an unzählige lustige Szenen und die Erkenntnis, dass Toleranz nie schaden kann.

Wer das Stück noch sehen möchte, hat an folgenden Terminen noch die Gelegenheit dazu: Freitag, 11. November, 19.30 Uhr; Sonnabend, 12. November, 19.30 Uhr (18 Uhr Entenessen, mit Anmeldung); Sonntag, 13. November, 14.30 Uhr (14 Uhr Kaffee und Kuchen, mit Anmeldung); Sonntag, 13. November, 19.30 Uhr (18 Uhr Schnitzelbüfett, mit Anmeldung); Freitag, 18. November, 19.30 Uhr und Freitag, 25. November, 19.30 Uhr. Alle Aufführungen können auch ohne Essen besucht werden. Anmeldungen werden bei Meiers Deele unter 05773/209 entgegengenommen. - ks

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