Oppenweher Senioren singen und erzählen im Gemeindehaus

Erinnerung an alte Zeiten

Pfarrerin Sigrid Mettenbrink (l.) las den Senioren nach dem Kaffeetrinken eine Geschichte über ein afrikanisches Volk vor. - Foto: Schmidt

Oppenwehe - Mehr als 50 Senioren verbrachten am Mittwoch auf Einladung der Kirchengemeinde Oppenwehe zusammen einen gemütlichen Nachmittag. Sie tranken Kaffee, aßen Butterkuchen und Mandarinen-Torte, lauschten Geschichten und sangen. Letzteres ist laut Pfarrerin Sigrid Mettenbrink nicht nur gut für die Geselligkeit.

„Wussten Sie, dass miteinander singen den Blutdruck senkt?“, fragte sie in die Runde. Und schlussfolgerte: „Also sollte man viel miteinander singen.“ Das taten die Anwesenden dann auch voller Freude.

Mal sangen sie ohne Begleitung, mal zu den Klavier-Klängen von Ludger Hartz. Der Organist stimmte „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Ja, Ja, der Chianti-Wein“ an. Außerdem spielte er zum Solo-Gesang von Katharina Bauer. Sie ließ die Worte „Gott, mit deinem Segen tust du allen gut“ durch das Gemeindehaus schallen. Außerdem trat der Singkreis der evangelischen Frauengemeinschaft unter der Leitung von Martha Jahn auf.

Musik bereitet nicht nur beim Singen und Zuhören freude, sondern auch, wenn man zu ihr tanzt. So erzählte Mettenbrink von der Idee, ein Tanzkaffee zu organisieren. „Am Alten ist manchmal viel Gutes“, meinte sie. Ihr schwebte unter anderem vor, den „Rheinländer“ wieder aufleben zu lassen. „Das waren noch schöne Zeiten“, sagte eine der anwesenden Oppenweherin prompt, als der Name dieses Volkstanzes fiel. Laut Pfarrerin Mettenbrink fehlt nur noch jemand, der den „Rheinländer“ unterrichten kann.

Eine Geschichte laß an diesem Nachmittag unter anderem Betty Möller vor. In der Erzählung hieß es, dass Gott Überstunden brauchte, um die Frau zu erschaffen. „Ihr Körper muss auch laufen, wenn sie sich nur von Diät-Cola und Snacks ernährt“, war eine der Bedingungen für die komplexe Konstruktion. Am Ende gelingt Gott sein Werk nahezu perfekt. „Wenn es einen Fehler bei Frauen gibt, ist es der, dass sie vergessen, was sie wert sind“, endet die Geschichte.

Auch die älteste Person bei der Seniorenfeier war eine Frau: die 94-jährige Frieda Franz. Die Zweitälteste war Hilde Henke (88). Bei den anwesenden Männern blickt Wilhelm Rosenbohm (89) auf die meisten Lebensjahre zurück. Der zweitälteste Mann war Ewald Brune (87). Sie alle erhielten ein Präsent von der Kirchengemeinde.

Die Seniorenfeier findet ein Mal im Jahr statt. Zum Gelingen trägt dabei maßgeblich das Kaffee-Team bei, bestehend aus Irka Müller, Betty Möller, Renate Uffelmann und Gundula Schillak. Vor dem Kaffeetrinken hatte Pfarrerin Mettenbrink in der Kirche einen Gottesdienst mit Abendmahl gehalten, bei dem sie das Thema „Teilen“ in den Fokus rückte.

ks

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