Karl Friedrich Mählmann legt mit seiner Hündin Zuchtausleseprüfung ab

„Diva“ erfüllt allerhöchste Anforderungen

Karl Friedrich Mählmann aus Haldem hat mit seiner Deutsch-Kurzhaar-Hündin „Diva“ die Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung mit Bravour bestanden, wie die Pokale deutlich machen. - Fotos: Mühlke

Haldem - Von Heidrun Mühlke. Nur alle zwei Jahre findet die Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung statt. Wer als Jagdhundebesitzer hier startet, gehört zu den Besten. Zur jüngsten Prüfung im österreichischen Laa an der Thaya waren 133 Hunde aus dem In- und Ausland gemeldet – mit dabei Deutsch-Kurzhaar-Hündin „Diva KS vom Mausberg“ mit ihrem Besitzer Karl Friedrich Mählmann aus Haldem. „Diva“ meisterte alle Prüfungen mit Bravour und bestand mit Abstand als beste Hündin mit voller Punktzahl.

Mählmann bildet seit sechs Jahren Jagdhunde aus, vor knapp drei Jahren begann er mit „Diva“ zu trainieren. „Ich habe mit Diva das große Los gezogen“, sagt Mählmann. Einen solchen Hund zu erwischen, mit dem man so hervorragend arbeiten könne, sei riesiges Glück. Gute Anlagen hätte die Hündin von vornherein gehabt, so der Fachmann. Der Züchter Dietmar Günnel aus Rothenkirchen in Sachsen habe ihm den Welpen zum Kauf angeboten und er entschied sich prompt für das schwarz-weiße Hundemädchen.

Dabei begann „Divas“ Hundeleben wie das vieler anderer Haushunde auch: stubenrein musste sie zunächst werden und auch Gehorchen lernen. Schon im Frühjahr des darauffolgenden Jahres, im Alter von sechs Monaten, legte „Diva“ die Derby-Prüfung ab. Darunter verstehen Hundezüchter eine Prüfung, bei der die genetischen Veranlagungen wie Suchstil, Finderwillen, Vorstehen vor Wild und das Wesen des Jagdhundes eingeschätzt werden. Hierfür darf der Hund nicht älter als 15 Monate sein. Dieser ersten Prüfung, die „Diva“ mit dem ersten Platz bestand, folgten weitere Prüfungen.

„Die Hunde müssen eine ganze Reihe verschiedener Prüfungen ablegen, um sich für die Teilnahme an der Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung zu qualifizieren“, erklärt Mählmann. Seit der ersten Abnahme sind zweieinhalb Jahre vergangen, bis Mählmann seine Hündin mit gutem Gewissen bei der wohl größten Herausforderung, der Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung, anmelden konnte. Bis dato wurde täglich trainiert, schließlich müssen Anatomie sowie Leistung in Feld und Wasser stimmen. Dazu gehören tägliche Radtouren, aber auch das Training mit der Reizangel. Konsequenz und Autorität im Training sei das A und O bei der Arbeit mit dem Hund, macht Mählmann deutlich.

Alle Vorbereitungen für die Prüfung haben sich gelohnt. In der Beurteilung heißt es: „Die Hündin zeigte bei ihren Arbeiten im Feld und Wasser hervorragende Leistungen. Immer wieder stellte sie ihre hohe Nasenqualität unter Beweis. Der Gehorsam mit und ohne Wildberührung war tadellos.“

Die Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung stellt an Hunde und deren Führer allerhöchste Anforderungen und ist besonders für Züchter interessant, weil diese den am besten veranlagten Hund für die Zucht einsetzen wollen. Von den 133 Hunden haben lediglich 59 Prozent die Prüfung bestanden. Vier davon kamen aus der Jägerschaft Diepholz. Mit deutlichem Vorsprung lag die Stemweder Deutsch-Kurzhaar-Hündin „Diva“ an der Spitze. Vier Mal erhielt sie die Bestnote „4h“. Seither darf „Diva“ in ihrem Namen das „KS“ tragen und das bedeutet Kleemannsieger.

Bei der Kleemann-Prüfung waren nicht nur Männer mit ihren Hunden dabei. „Es gibt immer mehr Frauen mit Jagdschein“, so Mählmann. 30 Prozent der Hunde würden von Frauen geführt, schätzt der stolze Besitzer der Siegerhündin, die inzwischen wohl einen Wert von mindestens 15 000 Euro haben dürfte.

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