Freiwillige Helfer splitten etwa zwei Kilometer Gemeindestraße

Dielinger flicken Risse

Mit flüssigem Teer und Splitt bessern die Dielinger Straßen aus, um sie langfristig gesehen vor dem Rückbau zu bewahren. - Foto: Schmidt

Dielingen - An manchen Wegen der Gemeinde Stemwede hat die Zeit deutliche Spuren hinterlassen. Risse ziehen sich durch den Asphalt, hier und da klaffen Schlaglöcher. Langfristig gesehen sollen einige dieser Straßen zurückgebaut werden. Doch zusehen, wie sie verkommen? Für einige Dielinger keine Option. Sie flicken Wege, um sie solange wie möglich zu erhalten. Jetzt rückten sie zum dritten Mal mit Schlepper, Splitt und Teer aus.

Meter für Meter arbeiteten sie sich unter anderem an der Gemeindestraße „Auf den Eckern“ vor. Ihre Arbeitskraft stellten sie anderthalb Tage lang freiwillig zur Verfügung. Splitt und Schlepper steuerte die Gemeinde Stemwede bei.

Dörflichen Vereinen wie die Dielinger Runde und der landwirtschaftlichen Ortsverein tragen die Aktion. Initiatoren waren vor drei Jahren Dr. Jürgen Gräber (Dielinger Runde und Sportverein), Karl-Heiz Hoolt (Schützenverein) und Karl-Heinz Becker (Landwirtschaftlicher Ortsverband).

Die Dielinger nehmen Wege in Angriff, die teilweise zur Zeit der Flurbereinigung vor 60 Jahren gebaut wurden. Grundstückseigentümer hatten die Strecken damals finanziert. Laut Joachim Schmedt, der beim Splitten ebenfalls mit anpackt, nutzen viele Dielinger die Wege nach wie vor in ihrer Freizeit.

Im Winter hatten die Helfer bereits Vorbereitungen für die diesjährige Splittaktion getroffen und die Banketten abgeräumt. An einem Nachmittag bereiteten sie die Ränder von etwa zwei Kilometer Wegstrecke vor, die sie nun splitten konnten. Für die Helfer gab es im Winter ein Dankeschön-Essen, finanziert von der Dielinger Runde und der Jagdgenossenschaft.

Die Helfer im Jahr 2016: Karl-Heinz-Becker, Dominik Schmedt, Theodor Frenzel, Friedhelm Meyer, Stephan Busch, Jens Horstmann, Joachim Schmedt, Andreas Quebe, Mike Mannel, Friedrich Lindemann, Frank Sacher und Heiko Haarmeyer, Björn Hesekamp, Fabian Rott und Karl-Heinz Hoolt. Für die Versorgung sorgten Reinhardt Röbker und Cordian Reckmann.

Bürgermeister Kai Abruszat, der kurz beim Verteilen des Splittes vorbeischauten, zollte ihnen Respekt. Ihr Engagement sei keinesfalls selbstverständlich und „zur Nachahmung empfohlen“. Er erinnerte an 650 Kilometer gemeindliche Wirtschaftswege, die es zu unterhalten gelte. Angesichts des großen Wegenetzes sei es „wichtig und richtig, dass die, die davon etwas verstehen und sie nutzen, sich einbringen.“ - ks

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