Bürgermeister Abruszat sucht in Twiehausen das Gespräch / Breitband und Friedhof

Bürger sollen beim Spielplatz mithelfen

Reges Interesse am Dialog: In der ehemaligen Schule in Twiehausen stand Bürgermeister Kai Abruszat jetzt beim vorerst letzten Ortsteilgespräch rund 90 Bürgern Rede und Antwort. - Foto: Rohlfing

Twiehausen - Das war das Finale: Beim 13. und somit letzten Ortsteilgespräch stand Bürgermeister Kai Abruszat jetzt den Twiehausern Rede und Antwort. Etwa 90 Gäste suchten in der alten Twiehauser Schule den Dialog mit dem Verwaltungschef. Auf der Agenda standen dabei der Zustand der Straßen, der Friedhof ebenso wie der Spielplatz, das Mobilfunknetz und die Breitbandversorgung.

„Wir haben 650 Kilometer Straßen in gemeindlichem Eigentum. 70 bis 80 Prozent davon sind Wirtschaftswege“, verdeutlichte Kai Abruszat. „Wir müssen im Dialog mit den Betroffenen entscheiden, wie unsere Straßeninfrastruktur zukünftig aussehen soll“, erklärte der Bürgermeister und verwies auf das Wirtschaftswegekonzept, für das in der letzten Woche der Förderantrag beim Land gestellt wurde.

Insgesamt werde Stemwede mehr Finanzmittel für die Straßenunterhaltung einsetzen als in der Vergangenheit. Ob auch die Anlieger herangezogen würden, wollte ein Besucher wissen. „Wenn wir über eine grundhafte Sanierung reden, bewegen wir uns im kommunalen Abgabenrecht. Das ist nicht das Ziel“, unterstrich Kai Abruszat. „Wir werden die Straßenunterhaltung stärker angehen, damit es nicht zu grundhaften Erneuerungen kommt.“ Im interkommunalen Vergleich seien Stemwedes Straßen in einem ordentlichen Zustand.

Eine Verbesserung der Sicherheit wünschen sich die Twiehauser an den Bushaltestellen Sandheide und Engelage. Der Bürgermeister sagte zu, dort ein Verkehrsmessgerät aufzubauen. Vom Schülerverkehr schwenkte Kai Abruszat zum Spielplatz am ehemaligen Schulgebäude.

Sein Angebot stehe. „Die Randeinfassung und den Sand gibt es von der Gemeinde, wenn die Ortsgemeinschaft den Einbau übernimmt.“ Grundsätzlich regte er an, noch einmal zu überlegen, ob der Spielplatz dort an der richtigen Stelle sei.

Auch die Themen Mobilfunk und Breitbandversorgung streifte der Bürgermeister kurz. „Wenn Deutschland nicht in moderne Technologien investiert, werden wir nicht mithalten.“ Stemwedes Verwaltungschef ist zuversichtlich, dass der Kreis Minden-Lübbecke mit seinem „Masterplan Breitbandausbau“ in die Förderung des Bundes kommt.

Urnengräber in Twiehausen

Zum Thema Friedhof führte Abruszat aus: Die Gestaltung des Twiehauser Friedhofs sei historisch gewachsen. Jedoch stoße man bei der Frage der Bezahlbarkeit an Grenzen. „Ein neues Friedhofsentwicklungskonzept ist beschlossen.“ Es beinhalte keine Revolution, aber eine sanfte Fortentwicklung. „Die Bestattungsformen müssen sich sowohl an Tradition als auch an neuen Anforderungen messen lassen.“ Darum würden unter Beibehaltung der klassischen Wahlgräber auch auf dem Twiehauser Friedhof Urnengrabstellen berücksichtigt werden.

Bei Ortsheimatpflegerin Doris Blömker und ihrem Team bedankte sich Kai Abruszat für die gute Vorbereitung des Gesprächs. Die enorme Resonanz freue ihn sehr, betonte er mit Blick auf die vollen Stuhlreihen. Rund 90 Gäste bei 505 Einwohnern seien ein gutes Ergebnis.

Die Reihenfolge der Ortsteilgespräche sei zufällig entstanden, hob Kai Abruszat abschließend hervor. Er habe durch die Gespräche eine Menge Menschen kennengelernt und viele Begegnungen erfahren, so sein Fazit nach 13 Begegnungen, die er als sehr bereichernd empfinde. „Jeder Ortsteil hat seine eigene Art und in jedem wird eine enorme Aktivität entfaltet.“ Er kenne keine Kommune mit so ausgeprägtem bürgerschaftlichen Engagement in den Ortsteilen. 

SoR

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